
Der heutige Gegner: Germania Datteln
Zu Rückrundenbeginn hat es die Erste Mannschaft der Spielvereinigung Blau Weiß Post geschafft und erstmals in der Saison 2011/12 die beiden direkten Abstiegsplätze der Kreisliga A3 verlassen. Damit geht die Mannschaft von Markus van Dunderen gleich mit einem doppelten positiven Effekt in die Winterpause. Zum einen zeigen die jüngsten Ergebnisse, dass das Team endlich wieder das Niveau der Kreisliga A halten und auch gegen potentiell personell besser aufgestellte Teams wie Germania Datteln bestehen kann. Zum anderen lässt sich die Rückrundenvorbereitung mit dem Gefühl alles selbst in der Hand zu haben natürlich deutlich entspannter angehen. Auch beim 1:1 gegen die Gäste aus Datteln gab es durchaus Möglichkeiten zum Siegtreffer, ein Klassenunterschied – wie so oft zu Saisonbeginn – war nicht mehr auszumachen.
Post erwischte den besseren Start und stellte schnell klar, dass es nicht mehr wie im Hinspiel zunächst wie das Kaninchen vor der Schlange kuschen und den Gegner zum Toreschießen einladen würde. Damals gab es nach einem deutlichen Pausenrückstand von 0:4 eine Aufholjagd bis zum 3:4, bevor die Germania den Schalter wieder umlegen konnte. Anschließend konnten sich die Gäste eine optische Überlegenheit erarbeiten, blieben aber wie die Postler im Endeffekt sehr torungefährlich. Nur zur Mitte des ersten Durchgangs klingelte es binnen zwei Minuten auf beiden Seiten. Zunächst konnte Post-Keeper Kevin Ring einen Flatterball zur Seite fausten, kam dann aber zu langsam wieder auf die Beine um die erneute Hereingabe samt Torerfolg zu verhindern (21.). Doch schon im Gegenzug gelang der beste Spielzug der Postler, als sich der starke Rabih Such auf der linken Seite durchsetzen konnte und den Ball auf Dogan Dag zurücklegte, der mit einem Direktschuß den Ausgleich markieren konnte (22.).
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Timo Luczak und die Spvgg. BW Post klettern in der Tabelle durch ein Remis gegen Germania Datteln [Photo: Michael Richter, RZ-Online
Nach der Pause das gleiche Bild: Die Germania leicht überlegen, aber nach vorne wenig durchschlagkräftig. Post stand defensiv weiter kompakt, konnte mit schnellen Vorstößen jedoch nur selten für Gefahr vor dem Dattelner Tor sorgen. Als sich alle Zuschauer schon auf ein gerechtes Remis verständigt hatten, langte Post-Libero Michael Sammerl im Strafraum in einem Laufduell ungeschickt hin und schob seinen Gegenspieler zu robust beiseite. Doch den fälligen Strafstoß konnte Keeper Ring super parieren und hielt seinem Team damit einen wichtigen Punkt fest (83.). Weiter geht es nun erst am 04. März 2012 mit dem Gastspiel der Postler bei der starken Borussia aus Ahsen. Nicht mehr zur Verfügung stehen werden dann Dennis Christiansen (FC 26 Erkenschwick), der in seiner zweiten Phase an der Langen Wanne nicht wieder glücklich wurde und zuletzt auch seinen Stammplatz an Dag verloren hatte, sowie Jan Samamidas, den es zum SV Hochlar 28 zieht. Wir wünschen beiden auf diesem Weg alles Gute! Neu im Kader der Postler wird ab Januar Rückkehrer Sinan Özkaya stehen, der von Bezirksligisten YEG Hassel zurück an die Lange Wanne wechselt. Auch mit anderen Spielern wurde gesprochen und Einigung erzielt, so dass auch der ein oder andere möglicherweise noch erfolgende Abgang kompensiert werden kann. Zudem sind da ja auch noch unzählige Rekonvaleszenten, die in der Rückrunde wieder voll angreifen werden. Mehr dazu sicherlich Anfang Januar, wenn die Abmeldefrist verstrichen ist.
Post I:
Ring – Bastkowski, Meine, Sammerl – Such, Luczak, T. Flüchter, Schnitzler (65. Wintermeyer), Panchyrz (42. Christiansen) – Dag, Üstünol

Der heutige Gegner: Westfalia Langenbochum III
Im Vorspiel traf die Zweite Mannschaft zuvor auf Schlußlicht Westfalia Langenbochum III, das die Spielverlegung jedoch nutzen konnte, um den Spielerkader durch Leihspieler aus den höherklassigen Teams des Fusionsvereins aufzubessern. So lief unter anderem mit Sedat Kilicarslan ein im Kreis bekannter Kreisliga-A/B-Stürmer für die Drittvertretung von der Villa Brinkmann auf. Somit war schon vorher klar, dass die Langenbochumer deutlich stärker als im Hinspiel sein würden. Damals hatte Post mit letztem Aufgebot einen 2:0 Erfolg mit an die Lange Wanne bringen können. Doch schon die Anfangsminuten zeigten, dass diesmal die Gäste aus Herten den Ton angeben würden. Langenbochum war vom Anstoß weg überlegen und prüfte ein ums andere Mal Post-Keeper Timo Homann, der seine Bewährungsprobe im Duell mit Björn Rittner solide absolvierte, aber sich nicht nachhaltig aufzudrängen wusste. Während die Postler sich nur durch Distanzschüsse dem Gästetor annäherten, musste die Reserve von der Langen Wanne hinten einmal ganz tief durchschnaufen: Einen Schuß von der Sechzehnergrenze parierte Homann nach außen, doch der Ball kam postwendend als scharfe Hereingabe zurück in den Fünfmeterraum, wo ein Hertener Angreifer das Kunststück fertig brachte, den Ball aus einem Meter über das Postler Tor zu setzen.

Patrick Meyer: Die Bundeswehr will ihn in Glücksburg - schade!
Nach dem Seitenwechsel war die Überlegenheit der Gäste zunächst dahin und das Team von Thomas Höhn spielte endlich mit Druck nach vorne. Doch ein Treffer wollte nicht gelingen und so verpuffte die Angriffsstimmung zunehmend. Langenbochum bekam das Spiel wieder in den Griff und zwang Homann zu der ein oder anderen Abwehraktion. Nach circa siebzig Minuten belohnte sich das bessere Team mit dem Siegtreffer zum 0:1, dem die Post-Reserve nicht mehr viel entgegen setzen konnte. Vor allem das Spiel nach vorne hakte zu oft und richtige Torchancen waren schlicht Mangelware – nur ein Abschluß innerhalb des Strafraums spricht Bände. Mit der knappen Niederlage rangieren die Postler nun punktgleich vor den Gästen aus Langenbochum und dem neuen Schlußlicht SV Bossendorf III. Acht Punkte sind in jedem Fall zu wenig und bedeuten viel Arbeit in der Rückrunde. Nicht mehr zur Verfügung steht der Post-Reserve dann Patrick Meyer, den es beruflich nach Norddeutschland zieht. Auch andere Abgänge sind nicht ausgeschlossen, doch Höhn hat schon Gespräche mit Neuzugängen geführt und ist optimistisch, der Zweiten personelle Alternativen für mögliche Wechsler präsentieren zu können.
Post II:
T. Homann – M. Behlert, Zimmermann, Putzka – Fröse, B. Behlert (66. Spengler), Kirschberg, Meyer, Wißing – Neumann, Diekhöfer (60. M. Flüchter)