Saisonvorbereitung beginnt

Während die Jugendfussballabteilung am Samstag ihre Saison mit einer leider etwas verregneten, aber dennoch positiv angenommenen Abschlußfeier beendet und die Stadt den Rasenplatz für sechs Wochen gesperrt hat, da geht es für die Seniorenfußballer von der Langen Wanne schon wieder los: Die Saisonvorbereitung beginnt heute um 19 Uhr an der Langen Wanne! Unser Kreisliga-B-Team geht dabei unter Eddy Arnts und Markus van Dunderen nahezu unverändert in die neue Saison, die Zweite Mannschaft hingegen dürfte sich unter neuer Führung – ein Spielertrio fungiert als Trainerteam – neu aufstellen. Mehr dazu jedoch in den kommenden Tagen. Unter Downloads oben rechts findet ihr den Trainingsplan der Ersten Mannschaft, den der Zweiten reichen wir nach!

Jugendfußballabteilung begrüßt sein einhundertstes Mitglied!

Jugendleiter Thomas Kauert freut sich mit Papa Carsten samt kleiner Schwester über die Anmeldung von Joris

Erik ist acht und spielt seit einem Jahr für die Minikicker I bei der Spielvereinigung Blau Weiß Post und das auch sehr erfolgreich ob seiner Vielseitigkeit. Heute stand jedoch sein kleiner Bruder Joris im Mittelpunkt: Der Fünfjährige ist das einhundertste aktive Mitglied der seit vier Jahren im Neuaufbau stehenden Jugendfußballabteilung des Klubs von der Langen Wanne! In der Bambinimannschaft ist Joris seit dem Winter aktiv, nun setzten seine Eltern Britta und Carsten die Unterschrift unter die Anmeldung für das neue Minikickerteam der Saison 2014/15. Während Erik also demnächst in der F2 aktiv sein wird, warten auf die Eltern der beiden weitere Minikicker-Spielstunden – und auch der jüngste Spross, die kleine Schwester der beiden Jungs, ist schon fleißig mit Ball unterwegs!

WM-Boom an der Langen Wanne? “Nein”, sagt der sichtlich erfreute Jugendleiter der beiden Nachwuchscracks, sondern “der Lohn für verdammt viel harte Arbeit an der Basis von vielen engagierten Helfern!”. Gerade heute – mit dem Trainingsschluß der abgelaufenen Spielzeit bei den Bambinis – trudelten gleich zehn Anmeldungen für die neuen Minikicker ein und weitere sind in Arbeit. Es ist eine tolle Bestätigung für das Bambiniprojekt, das es seit etwa zwei Jahren beim Klub von der Langen Wanne gibt. Das wöchentliche Spielangebot für Kids unterhalb des Minikickeralters wird hervorragend angenommen und sorgt damit für einen steten Nachschub an fußballbegeisterten Kids bei Blau Weiß. Etwa dreißig Nachwuchskickerinnen und -kicker haben die Bambinis durchlaufen und die Quote der Kids, die anschließend in die Minikickermannschaften aufrücken ist sehr hoch. “Wer regelmässig bei den Spielstunden dabei ist, der kickt auch weiter.”, bestätigt Thomas Kauert. “Und wer mal dabei war und dann erstmal nicht durchstartete, der kommt sehr oft wieder.”

Alleine aus dem Jahrgang 2009 werden ab Sommer etwa fünfzehn Spielerinnen und -spieler bei den Minis aktiv sein, dazu gesellen sich dann die bereits vorhandenen 2008er. Der Trend geht also erneut in Richtung zwei Minikicker-Mannschaften im Laufe der Saison. Eine Aussicht, die dem Jugendleiter an der Langen Wanne Schweißperlen auf die Stirn zaubert: “Wir sind eigentlich nur noch auf Trainersuche. Wenn jetzt noch ein WM-Boom einsetzt, dann wird es wieder verdammt eng an der Langen Wanne. Neben mindestens einer Minikicker-Mannschaft und den Bambinis – Kinder der Jahre 2010 und 2011 sind zuletzt bereits mit dabei gewesen – werden nach aktuellem Stand drei F-Jugendmannschaften, zwei E-Jugendteams und eine D-Jugend in den Spielbetrieb gehen. Mit einem dicken Fragezeichen bei den F-Junioren, wo nach der Amtsübernahme von Sven Seegers und Dennis Schmidt im Altjahrgang der Bär mal so richtig steppt – eine vierte F-Jugend ist nicht auszuschließen.

Am Ende einer anstrengenden Saison bleibt wie gehabt vor allem eines: Dankeschön! Danke an alle die Menschen, ohne die der Neuaufbau an der Langen Wanne nicht funktionieren kann. Danke an alle Eltern und Helfer, die den Kids das Spielen bei Blau Weiß ermöglichen. Und natürlich ein dickes Dankeschön an die Übungsleiter, die aktiv an der kleinen Erfolgsgeschichte der Postler mitwirken! “Wer einsteigen mag, der kann das gerne tun! Bei uns gibt es sicherlich ausreichend Betätigungsfelder für interessierte Jugendtrainer!”, lädt Thomas Kauert zur Kontaktaufnahme ein. Zeit sich auszuruhen wird in den Ferien sein. Dann geht es wieder richtig rund an der Langen Wanne, nun auch für Joris – das Mitglied mit der Nummer einhundert!

Seniorenteams im Gleichschritt: Doppeltes 3:3

Dreimal geführt, am Ende dennoch nur Remis gespielt. Da weiß man natürlich nicht, ob man sich über den Punkt freuen oder ärgern soll. In Anbetracht der Tatsache, dass die direkt vor unserer Ersten Mannschaft liegenden Teams ebenfalls nicht gewonnen haben, dürfte sich das Team um Eddy Arnts und Markus van Dunderen wohl eher geärgert haben. Den Torreigen eröffnete Kapitän Christoph Wintermeyer nach einer halben Stunde, doch die Gastgeber glichen rasch aus (35.). Auch die erneute Führung der Postler durch Dogan Dag (40.) langte nicht bis zur Pause, denn die Heider zogen kurz vor dem Pausentee erneut gleich (44.). Nach der dritten Führung der Partie durch Christoph Winkler (48.) konnten die Blauweißen ihren Vorprung eine Weile halten, doch am Ende traf dann Hillerheide doch zum dritten Mal zum Ausgleich ins Netz (70.). Am kommenden Sonntag empfängt unser Team nun Westfalia Langenbochum III an der Langen Wanne, um die weiterhin tolle Rückrunde fortzusetzen.

Post:
Röhse – Busch, Knopik, Wintermeyer, Tilly – Klaus, Grüneberg, Akyildiz, Kollwitz – Winkler, Dag – Halbig, Karnath

Bei Germania Datteln III hatte auch die Reserve von der Langen Wanne zuvor ein 3:3 Remis geholt, was sich zunächst ärgerlich anhört, rangieren die Dattelner doch in der Tabelle hinter dem Team von Thomas Höhn und Christoph Aberle. Doch wer genauer hinschaut und weiterliest, der wird schnell merken, wie erfreulich dieser Punkt letztlich war – auch wenn es zunächst sogar nach mehr ausschaute und bei den Gegentreffern teilweise wieder mitgeholfen wurde. Doch mit am Ende zwei eingewechselten und als Zuschauer anwesenden Verletzten (Tim Zimmermann, Thomas Kauert), sowie einem Kranken (Özcan Lenger) und zwei Spielern mit wenig Training (Sebastian Staruszkiewicz, Robert Lehmann) in der Startformation, war der Beginn bei Germania vielversprechend: Staruszkiewicz (3.) und Kerem Kocagöz (5.) zielten früh leider etwas zu hoch, auch Ivo Stommel setzte einen tollen Seitfallzieher über den Dattelner Kasten (7.). Mit Wucht aus der Distanz verfehlte leider auch Lenger das gegnerische Tor (9.), bevor sich die Gastgeber etwas erholen konnten. Nachdem auch noch Aberle nach tollem Antritt (15.) und Höhn mit einem Kofball am Keeper der Hausherren scheiterten (17.), schlug Germania dann vollkommen unerwartet zu: Ein Rückpaß von Agim Kamberi ließ Lenger passieren, ein Angreifer der Sportfreunde spritzte dazwischen und spielte Schlußmann Denis Kaluza aus – 0:1 (19.).

Das vorher so einseitige Spiel veränderte sich nicht, nur die Richtung war nun eine andere. Die Blauweißen verloren komplett den Faden und hatten Glück, dass es nach drei, vier weiteren Chancen der Dattelner – unter anderem einem Pfostentreffer in der 37. Minute – nur mit 0:1 in die Kabine ging. Durchgang zwei erlebte dann einen tollen Schlagabtausch zweier gleichwertiger Teams, in dem Post phasenweise in Unterzahl spielen musste: Aberle schied zur Pause mit Rückenproblemen aus, für ihn rückte der am Knie verletzte Kauert ins Team. Als Lehmann und etwas später auch Höhn mit Muskelproblemen passen mussten, wurde auch der am Sprunggelenk verletzte Zimmermann ins Spiel geworfen, um keine doppelte Unterzahl zustandekommen zu lassen. Auch Höhn bis noch einmal auf die Zähne und das zahlte sich aus! Zunächst entschied der gute Schiedsrichter auf Strafstoß für unsere Zweite, nachdem Stommel im Strafraum festgehalten wurde. Höhn trat trotz Verletzung an und traf zum Ausgleich (59.). Als Kocagöz kurz darauf nach tollem Solo die Blauweißen in Führung schoß (62.), antworteten die Hausherren mit wütenden Angriffen, die oftmals von der gesundheitlich gehandicapten Postler Abwehr nur noch durch Fouls zu stoppen waren.

Zweimal kamen die Dattelner dann leider doch durch die spontane Viererkette: Zunächst traf ein Angreifer nach toller Flanke per Kopf zum Ausgleich (71.), dann kam Schuwakow im Strafraum zu spät und konnte sich nur mit einem Foul helfen. Den fälligen Strafstoß verwandelten die Hausherren sicher und waren nun ihrerseits wieder auf der Siegerspur (77.). Post war platt und versuchte sein Glück nur noch über Konter, von denen einer zum Glück kurz vor dem Ende noch saß! Zimmermann hatte sich über links gut durchgesetzt und flankte mit dem verletzten Flunken in den Strafraum, wo Freund und Feind verpassten – nur der Goalgetter nicht (89.): “Höhni Doppelpack” – kennt man ja mittlerweile wieder an der Langen Wanne! Nach dem 3:3 hatte Schuwakow dann mit der letzten Ecke sogar noch den Siegtreffer auf dem Kopf, doch leider zielte er etwas zu weit rechts (91.). Unter dem Strich bleibt ein toller Kampf und viel Einsatz, dazu die tolle Startphase. Daran muss die Zweite anknüpfen, wenn es in zwei Wochen zum Derby bei SW Röllinghausen II kommt. Nächste Woche hat das Team spielfrei, was sicherlich Zeit zum Wunden lecken bieten wird.

Post II:
Kaluza – Schuwakow, Lehmann, Lenger – Kamberi, Schmülling, Staruszkiewicz, Aberle, Stommel – Kocagöz, Höhn – Kauert, Zimmermann

Damen siegreich, Zweite schlägt sich selbst

Auch wenn die Erste Mannschaft gestern spielfrei hatte, so war einiges los an der Langen Wanne. Bei wechselhaftem Wetter schnupperte zunächst die Zweite Mannschaft an einem überraschenden Sieg, scheiterte letztlich aber an sich selbst. Im Anschluß machte es dann unser Damenteam besser und gewann trotz personeller Sorgen gegen einen direkten Konkurrenten in der unteren Tabellenhälfte. Dabei hatte das Trainerduo Ulf Vogt und Stefan Ressler zunächst nur neun Spielerinnen auf dem Zettel. Glücklicherweise komplettierten Sandra Gunia und Lina Krebs das Team noch kurz vor dem Anpfiff, so dass Blau Weiß mit elf Spielerinnen antreten konnte.

Doch den besseren Start erwischten die Gäste von Germania Lenkerbeck, die sich für das Kellerduell einiges vorgenommen hatten. Nach dem 1:1 im Hinspiel wollten die Marler einen Dreier und gingen auch nicht unverdient in Führung (15.), doch ein Pfostentreffer von Katharina Wehner direkt im Gegenzug (16.) brachte unser Team zurück ins Spiel. Lenkerbeck zog sich nun weiter zurück und versuchte, über Konter ins Spiel zu kommen. In der 24. Minute musste daher auch tief durchgeatmet werden, als Schlußfrau Ricarda Welke im direkten Duell eins gegen eins das bessere Ende gegen eine durchgestartete Marler Angreiferin für sich behielt, doch bereits im Gegenzug war es erneut Wehner, die zunächst an der gegnerischen Torfrau und im Nachschuß dann am Außennetz scheiterte (25.). Das 1:1 fiel dann jedoch recht bald, als Juliette Schliwa von einer Unsicherheit der Lenkerbecker Torhüterin profitierte und zum Ausgleich abstaubte (28.). Post hatte nun mehr vom Spiel, doch bis zur Pause passierte nicht mehr viel.

Nach dem Seitenwechsel war es ein Wolkenbruch, der für schwieriges Geläuf an der Langen Wanne sorgte, doch die Spielerinnen beider Teams kämpften sich zurück ins Spiel. Erneut musste Welke im direkten Duell retten (50.), dann traf Schliwa nur die Latte (55.). Das Spiel wurde zunehmend spannender und packender, bot aber auch immer mehr rustikale Elemente und Emotionen von außen, die nicht hätten sein müssen. Schliwa verpasste zur Mitte der Halbzeit erneut knapp unten links (65.), im Gegenzug scheiterte Lenkerbeck aus spitzem Winkel an Welke (66.). Nachdem auch Wehner erneut unten links vorbeizielte (67.), wurde es hektisch: Zunächst entschied der Schiedsrichter nach einem heftigen Zweikampf vor dem Postler Tor zum Ärger der Gäste auf weiterspielen, dann wurde Wehner auf der anderen Seite klar gefoult: Strafstoß für Post. Die Gefoulte trat selbst an und verwandelte mit etwas Dusel unten links zur Führung für Blauweiß (72.). Die Marler Gäste waren damit absolut nicht einverstanden und fühlten sich betrogen, legten diese Energie aber statt in Angriffsbemühungen in einige fiese Fouls und Attacken. So war ein erneut links unten vorbestreichender Schuß von Margaritha Mysior auf Postler Seite die letzte echte Chance (75.) in einem Spiel, das sich nun dem Ende entgegenschleppte.

Nach dem Sieg gegen den direkten Konkurrenten stehen unsere Damen nun mit sieben Punkten auf dem fünften Platz in einer immer kleiner werdenden Gruppe: Auch die SG Borken II zog ihr Team mittlerweile zurück. Am kommenden Sonntag geht es für unser Team um 17 Uhr zum Tabellenzweiten Westfalia Langenbochum.

Post Damen:
Welke – Hoche, Mysior, Weichler, Werblinski – Gunia, Cornelius, Schliwa, Plumpe, Krebs – Wehner

Im Vorspiel hatte sich unsere Zweite nach dem starken Auftritt bei der PSV auch gegen DJK Spvgg. Herten II einiges ausgerechnet und war nah dran an der Überraschung. Doch unter dem Strich stand eine selbstverschuldete und damit mehr als unnötige Niederlage. Schon nach vier Minuten wurde das Team von Thomas Höhn und Christoph Aberle kalt erwischt, als Nico Bockhoff eine Flanke von links ins eigene Netz bugsierte. Die Gäste nutzten ihre sehr starke Startphase jedoch nicht, um gegen angeknockte Postler nachzulegen. Mehr als einen Distanzschuß, den Post-Keeper Denis Kaluza im Nachfassen entschärfen konnte, kam nicht dabei herum (5.). Unsere Zweite fing sich anschließend und kam immer besser ins Spiel. Die erste Chance hatte dann Ivo Stommel, dessen Flanke verunglückte und den Hertener Schlußmann zum ersten Einsatz des Tages brachte (13.). Kurz darauf zog Kerem Kocagöz von rechts mit Tempo auf den DJK-Kasten zu, zielte jedoch genau auf den Torwart und der spielende Coach Höhn machte es ihm zum Postler Leidwesen im Nachschuß nach (16.). Nachdem Thomas Debogorski aus der Distanz noch etwas zu hoch zielte (19.), stand Höhn plötzlich vollkommen frei vor dem Hertener Tor, scheiterte jedoch erneut am Schlußmann des Tabellenachten (20.). Die Gäste kamen zwar kurz zu einem Entlastungsangriff, zielten aber von halblinks ebenfalls zu hoch (25.). Der verdiente Ausgleich fiel schließlich in der 36. Minute, als Debogorski nach tollem Zuspiel von Bockhoff den Gästeschlußmann ausspielte und das Leder aus spitzem Winkel ins Netz schob (36.).

Mit dem hochverdienten 1:1 ging es in die Pause, aus der zunächst die Gäste wieder stärker zurückkamen. Nach einer Flanke von rechts musste Kaluza sich verdammt lang machen, um einen Kopfball noch von der Linie zu kratzen (50.). Die große Chance zur Postler Führung hatte dann Yasin Bas, der nach einem für wenige Zuschauer einsichtigen Halten der Hertener im Strafraum vom Strafstoßpunkt agieren durfte, jedoch am besten Hertener – ihrem Torwart – scheiterte (55.). Der Kopf der Postler war wohl noch bei der vergebenen Großchance, als die Gäste auf der anderen Seite zur erneuten Führung kamen (56.). Das war viel zu einfach! Doch erneut fingen sich die Blauweißen und kamen zu Chancen durch Höhn, der von halblinks knapp vorbeischoß (60.) und Aberle, dessen Abschluß nach einem energischen Antriff vom Gästekeeper gerade noch so zur Ecke geklärt werden konnte (62.). In die Drangperiode hinein patzte dann Kaluza bei einem halbhohen Ball und ermöglichte den Gästen einen Abstauber zum 3:1 (67.). Post ließ vorne weiter Chancen aus, unter anderem zielte Kocagöz nach tollen Solo von halbrechts zu hoch (69.) und ermöglichte es den Gästen, mit einem Kopfballtor nach Eckstoß auf 4:1 zu erhöhen (72.) – es war der einzige Treffer der Gäste ohne Postler Mithilfe. Post kam zwar noch einmal zurück, als Stommel nach toller Kombination über Bas und dem eingewechselten Neuzugang Etienne Karnath zum 4:2 traf (73.), doch richtig Druck nach vorne kam nicht mehr. Hinten half dann erneut Kaluza mit einem schwachen Zuspiel nach und leitete damit unfreiwillig das 5:2 der Gäste ein (82.). Der dritte Postler Treffer durch Kocagöz’ tollen Schuß von der Strafraumgrenze kam natürlich zu spät (91.).

Am kommenden Sonntag spielt unsere Zweite bei Germania Datteln III und hofft gegen den Tabellennachbarn auf drei Punkte. Die Erste Mannschaft hat es nach ihrer spielfreien Woche dann auswärts mit FC/JS Hillerheide II zu tun.

Post II:
Kaluza – Schuwakow, Bockhoff, Lenger – Debogorski, Stommel, Kocagöz, Bas, Schmülling, Aberle – Höhn – Trogant, Karnath, Halbig

Höh(e)nflug beim Derbysieg, Zweite überrascht mit Remis

Nicht nur im bezahlten Fußball üben Derbies einen besonderen Reiz aus, auch in den Kreisligen – oder dort vor allem – sind Nachbarschaftsduelle das Salz in der Suppe. So auch heute in den beiden Begegnungen zwischen PSV und der Spielvereinigung Blau Weiß Post. Kampf, Emotionen, Platzverweise, Elfmeter, Aufholjagd – alles wurde heute auf der Hiberniakampfbahn geboten! Und wie schon in den beiden vergangenen Jahren war die kurze Anfahrt für die Blauweißen eine erfolgreiche Angelegenheit. Nach dem tollen 0:0 der Zweiten gegen die Reserve der Hausherren kam die Erste Mannschaft zum dritten 2:1-Sieg in Serie und untermauerte die bisher sehr starke Rückrunde.

Dabei konnten Eddy Arnts und Markus van Dunderen auch wieder auf Spielmacher Christoph Winkler zurückgreifen, der für Julian Halbig begann. Doch die nahezu unveränderte Mannschaft brachte zunächst wenig Stabilität und so lud die Postler Hintermannschaft die Gastgeber immer wieder mit Fehlern im Zuspiel zu kleineren Gelegenheiten ein. Doch letztlich war es der Schiedsrichter, der wohl daneben lag, als er nach vermeintlichen Foul von Ahmet Akyildiz an einem PSV-Angreifer auf Strafstoß entschied. Der Zorn der Postler war groß, spielte Akyildiz doch deutlich den Ball. Aber wie dem auch sei, die Gastgeber gingen verdient mit 1:0 in Führung, da direkt vor dem Foul ein doppelter Pfostentreffer schon für reichlich Dusel auf Postler Seite gesorgt hatte (15.). Das Heimteam legte nach, verfehlten aber kurz darauf nach einer flachen Ecke mit einem tollen Direktschuß knapp das Tor der Gäste (19.). Standardsituationen waren es dann, die das Team von der Langen Wanne zu ersten Gelegenheiten kommen ließ, doch zunächst köpfte Christoph Wintermeyer über das Tor (23.), dann landete ein Kopfball von Daniel Klaus in den Armen des PSV-Keepers (28.). Das Derby nahm Fahrt auf, denn kurz zuvor hatten auch die Hausheren die dicke Chance zum 2:0, doch nach einem scharfen Zuspiel in die Mitte verpasste ein Angreifer freistehend um Zentimeter den Torerfolg (26.). Gegen Ende des ersten Durchgangs schien den Grünweißen dann ein wenig die Puste auszugehen, doch ein Lupfer von Thomas Höhn auf das Tor wurde toll pariert (43.), dann verpasste Winkler zunächst von halblinks knapp den Ausgleich (44.), bevor eine Direktabahme von ihm nach einem Wintermeyer-Freistoß im letzten Moment geblockt werden konnte (45.).

Die PSV rettete sich in die Pause und meldete sich wiedererstarkt zurück, als nach einem Konter Post-Keeper Lukas Röhse einen Kopfball gerade noch an die Latte lenken konnte und damit sein Team im Spiel hielt (48.). Ein Knackpunkt im Spiel der Hausherren war dann eine dumme Rote Karte an der linken Seitenauslinie, als der Schiedsrichter nach einem kleinen Gerangel auf Kopfnuss und Platzverweis für PSV entschied (53.). Das Momentum verlagerte sich nun komplett auf die Seite der Gäste von der Langen Wanne, die nunmehr auf ein Tor spielten. Direkt nach dem Platzverweis köpfte Dogan Dag das Leder knapp vorbei (53.), dann verpasste Akyildiz nach toller Ballannahme und Drehung im Strafraum via Pfosten knapp den Ausgleich (61.) und zielte dann aus der Distanz zu hoch (75.). Erst Klaus gelang in der 80. Minute der umjubelte Ausgleich, als er einen Abpraller aus dem Strafraum nach einer Ecke mit Wucht in die Maschen jagte – 1:1! Spielerisch ging jedoch wenig, so dass auf beiden Seiten mehr Kampf und Hektik hinzukam. Nach einem harten Einsteigen eines PSV-Akteurs beschwerte sich der bereits gelb-verwarnte Laurin Grüneberg zu impulsiv und sah die Ampelkarte (84.). Mit einem Mal war PSV wieder am Drücker und hatte den Sieg auf dem Fuß. Doch zunächst rettete Röhse nach einem Freistoß in höchster Not (86.), dann fälschte die Mauer einen weiteren Standard an den Pfosten ab (87.). Doch die Gäste kämpften sich nochmal nach vorne und nach einer Winkler-Flanke von links stand plötzlich Höhn frei vor dem Tor, nahm das Leder mit der Brust an und jagte es dann halbhoch rechts zum Derbysieg in die Maschen (89.)! Winkler hatte dann noch die Chance zum 3:1 für Post, doch nach einem Konter brachte er zu wenig Kraft hinter den Ball (92.).

Mit dem 2:1 im Derby ist unsere Erste weiterhin unter den Topteams der Rückrunde und kletterte auf den neunten Platz. Am kommenden Sonntag hat die Elf von Arnts und van Dunderen jedoch spielfrei, da der FC 96 Recklinghausen seine Reserve schon zu Saisonbeginn zurückgezogen hat. Anschließend drohen einige heiße Kisten, geht es doch noch gegen die beiden aktuell in der Rückrunde stärkeren Teams von SuS Bertlich und Spitzenreiter SW Röllinghausen, aber auch Westfalia Langenbochum III und der FC/JS Hillerheide II sind sicherlich harte Brocken auf dem Weg zum Saisonziel Platz sechs!

Post I:
Röhse – Tilly, Knopik, Wintermeyer, Busch – Grüneberg, Klaus, Akyildiz, Dag, Winkler – Höhn – Herzmann, Halbig

Anders als im Spiel der beiden in etwa gleichstarken Erstmannschaften hatte das Spiel der Reserveteams im Tabellenzweiten PSV einen klaren Favoriten, der sich auch noch leise Hoffnungen auf eine Aufstiegsrelegation machte. Doch wie schon in den beiden vergangenen Jahren war die Hibernia-Kampfbahn für unsere Zweite ein angenehmes Fleckchen Rasen. Nach einem Sieg und einem Remis konnte das Team von Thomas Höhn und Christoph Aberle auch im dritten Jahr beim Lokalrivalen mindestens einen Zähler entführen. Dabei lag im Vorfeld einiges im Argen, denn trotz guter Leistungen standen in der Vorwoche beim 1:14 bei Tabellenführer TSV Marl-Hüls III nur zehn Spieler zur Verfügung. So war lange nicht klar, ob und wie viele Spieler unsere Zweite in das Derby führen würde, doch am Ende kam eine richtig gute Formation mit fünf Reservisten dabei herum. Und die untermauerte nachhaltig, warum die Tendenz spielerisch in der Rückrunde nach oben geht!

In einem Spiel auf Augenhöhe hatte in der ersten halben Stunde das Heimteam zwar mehr vom Spiel, doch letztlich tat sich vor beiden Toren recht wenig und beide Mannschaften neutralisierten sich regelrecht. Die erste richtig gute Gelegenheit ließ dann Kerem Kocagöz für die Blauweißen aus, als sein Abschluß von halbrechts knapp das Ziel verfehlte (27.). Spannend machte es dann der heute gesundheitlich in Durchgang eins etwas indisponierte Post-Schlußmann Denis Kaluza, der dreimal nur per Fußabwehr zur Stelle war und damit gefährliche Abpraller produzierte, die die Gastgeber zum Glück nicht verwerteten (31./37./40.). Doch Kaluza hielt durch und im zweiten Durchgang richtig stark, so dass sich der zwischenzeitlich als “Notnagel” hinzugeholte Daniel Herzmann aus der Ersten wieder entspannen konnte. Mit einem guten und nicht unverdienten 0:0 ging es also in die Pause und nach Wiederanpfiff hatte Blauweiß die erste Chance, doch einen strammen Schuß von halblinks vom starken Ivo Stommel lenkte Coach Höhn womöglich unnötig ab und rettete damit für die Gastgeber (50.). Die gastgebende PSV gab spielerisch weiterhin den Ton an, scheiterte mit einem Kopfball freistehend jedoch an Kaluza (62.) und verfehlte mit einem 35-Meter-Freistoß-Hammer knapp das Ziel (67.).

In der heißen Endphase, die auch bei den Reserveteams hektischer wurde, hatten dann die Gäste die besseren Chancen. Zunächst brachte Kapitän Aberle nach einem tollen Solo zu wenig Kraft hinter den Ball und schoß in die Arme des PSV-Keepers (77.), dann verpasste Till Flüchter nach einer Kocagöz-Ecke per Kopf nur knapp die Führung (82.). PSV machte mehr für das Spiel und wollte den Dreier, doch Post lauerte auf Konter und war dabei oft gefährlich. So verpasste Kocagöz nach einem tollen Lauf frei vor dem Tor mangels Präzision den Siegtreffer (86.) und auch in der Nachspielzeit hätte das Derby durchaus noch für Post gewonnen werden können, doch Yasin Bas wurde frei vor dem Tor im letzten Augenblick beim Schuß gestört, so dass das Leder zur Ecke knapp am Kasten vorbeiging (93.). Unter dem Strich jedoch eine tolle Leistung der Höhn-Elf und ein aufgrund der zweiten Halbzeit vollauf verdienter Zähler – der erste in dieser Saison gegen ein Team aus der oberen Tabellenhälfte!!! Bitter jedoch: SW Meckinghoven hat seine Reserve zurückgezogen, womit in der Tabelle nun drei Punkte fehlen. Am kommenden Sonntag gastiert der Tabellenachte DJK Spvgg. Herten II an der Langen Wanne und in der aktuellen Form ist da durchaus was drin – vorausgesetzt personell passt alles bei den Blauweißen!

Post II:
Kaluza – Neumann, Schuwakow, Lenger – T. Flüchter, M. Flüchter, Zimmernann, Stommel, Aberle, Schmülling – Höhn – Kocagöz, Bas, Trogant

Hoch, höher, Höhni – 2:1 Arbeitssieg gegen SV Herta II

Der Blick in die Kabine machte es deutlich: Das 2:1 gegen den SV Herta II am heutigen Sonntag war ein mühsam erarbeiteter Sieg, der nicht viel zu feiern bot. Stattdessen saß das Team von der Langen Wanne einfach nur da und ließ die vergangenen neunzig Minuten still Revue passieren. Das Trainerduo Eddy Arnts und Markus van Dunderen, übrigens mit frisch um ein Jahr verlängerten Verträgen, sondierte derweil die Ergebnisse der Konkurrenz und grübelte scherzhaft, ob denn überhaupt ein Spieler den obligatorischen “Men of the Match”-Applaus heute verdient hätte. “Wenn man in den ersten zehn Minuten schon vierzehn üble Fehlpässe spielt, dann kommt so ein Spiel dabei raus.”, bilanzierte Arnts, richtete den Blick aber schon auf das Derby bei der punktgleichen PSV am kommenden Wochenende. Denn vor dem Lokalrivalen soll die Saison natürlich beendet werden und dabei wäre ein Dreier auf der Hibernia Kampfbahn ein wichtiger Baustein.

Aber noch einmal zurück zum heutigen Spiel, bei dem Arnts und van Dunderen gegenüber dem erfreulichen Auftritt gegen den FC Leusberg am Ostermontag fast die gessamte Offensive umbauen mussten. Christoph Winkler fehlte urlaubsbedingt, Marvin Kollwitz setzte mit Zerrung aus und auch Agim Kamberi war beruflich verhindert. Für das Trio standen mit Routinier Thomas Höhn und Julian Halbig zwei Spieler der Zweiten in der Startelf, dazu drückte mit Daniel Herzmann der zweite Keeper als Feldspieler die Ersatzbank. Den besseren Start erwischten daher auch die Gäste vom Bruchweg, doch ein erster Schuß nach einem dicken Abwehrpatzer landete genau in den Armen von Post-Keeper Lukas Röhse (3.). Nachdem Ahmet Akyildiz auf der Gegenseite links verzog (6.), nutzte Herta einen Freistoß aus halblinker Position zur Führung, als ein Angreifer mit dem Kopf ins lange Eck traf (15.). Auch eine frühe Gelbrote Karte gegen einen Gästeakteur wegen nachhaltigem Reklamieren bei einem eigenen (!) Freistoß (23.) brachte das Heimteam nicht näher an den Ausgleich heran. Ein Distanzschuß von Sven Knopik rauschte deutlich über den Gästekasten (32.), ein Schüßchen von Geburtstagskind Felix Busch landete harmlos in den Armen des Herta-Oldies im Tor (43.).

Auch nach dem Seitenwechsel war von Offensivelan in Überzahl zunächst wenig zu sehen. Die Gäste spielten auf Konter und ließen Post kommen, doch das Team von der Langen Wanne konnte sich nur selten entscheidend durchsetzen. Da auch noch bei jeder Aktion auf Zeit gespielt wurde, entwickelte sich ein zähes und nur schwer Zuschauer begeisterndes Gekicke auf dem nassen Rasenplatz. Doch es gab viele Freistöße und damit gute Gelegenheiten für Blauweiß. Zunächst erwischte der Gästekeeper einen abgefälschten Freistoß von Christoph Wintermeyer noch irgendwie mit den Füßen (58.), dann zielte Laurin Grüneberg zu genau in die Arme des nun immer mehr im Mittelpunkt stehenden Torhüters des SV Herta (61.). Auch Daniel Klaus (63.) und erneut Wintermeyer (68.) schossen Fahrkarten beim ruhenden Ball. Also mussten andere Mittel her gegen mauernde Gäste: Marcel Tilly spielte aus dem Zentrum nach rechts zu Akyildiz, hinterlief und flankte dann nach erneutem Zuspiel mustergültig auf Höhn, der das Leder aber vorbeinickte (70.). Erst mit dem ersten Paß in die Gasse kamen die Blauweißen zum Ausgleich. Klaus war gestartet und bekam ein herrliches Zuspiel von Wintermeyer zwischen Keeper und Abwehr unter Kontrolle und schob sicher unten links zu seinem ersten Seniorentreffer ein (76.)! Der Bann in der nun stark einseitigen Partie war gebrochen, aber Tilly (74.) und Wintermeyer (78.) scheiterten zunächst noch aussichtsreich am Gästekeeper. Erst eine weitere Flanke von rechts, diesmal von Akyildiz, fand in Höhn den richtigen Abnehmer zum 2:1 Siegtreffer (81.), der am Ende trotz sehr langer Nachspielzeit nur noch einmal gefährdet wurde – und das nur nach einem eigenen Abwehrfehler. Aber die nach vorne harmlosen Gäste konnten daraus kein Kapital mehr schlagen und die Punkte blieben an der Langen Wanne!

Post I:
Röhse – Tilly, Wintermeyer, Knopik, Busch – Klaus, Grüneberg, Dag, Akyildiz – Halbig, Höhn – Herzmann

2:1 Heimsieg gegen den FC Leusberg, Zweite unterliegt knapp

2:1, so hatte Post-Coach Eddy Arnts in der Recklinghäuser Zeitung getippt, würde sein Team am heutigen Montag den FC Leusberg schlagen. Die RZ-Mitarbeiter Meike Holz und Kevin Korte hielten jedoch dagegen und setzten auf die Gäste aus dem Recklinghäuser Süden. Nachvollziehbar, denn die Leusberger stehen auf Platz vier der Tabelle und haben zuletzt richtig gute Ergebnisse erzielt. Am Ende des Tages hatte Urlauber Arnts, heute vertreten von Markus van Dunderen, jedoch den richtigen Tipp auf seiner Seite – und die Erste Mannschaft weitere drei Zähler auf dem Habenkonto! Und dabei schien es sogar, dass die Mannschaft alles dafür tun würde, dass auch ja kein Treffer zu viel fällt…

In einem von Beginn an ausgeglichenen Spiel erwischten die Postler den besseren Start, doch nach einer flachen Hereingabe von Ahmet Akyildiz kam sein Mittelfeldpendant Marvin Kollwitz zu spät an den Ball und Leusbergs Keeper konnte klären (9.). Ihrerseits zeigten sich die Gäste zum ersten Mal in der 13. Minute vor dem Postler Tor, als ein Angreifer einen langen Ball unbedrängt annehmen konnte, jedoch am langen Eck vorbeischob. Der heute richtig starke Post-Keeper Lukas Röhse machte seinem Ärger lauthals Luft und traf damit offenbar den richtigen Ton, denn kurz darauf durfte Blauweiß zum ersten Mal jubeln: Eine Flanke von rechts durch Dogan Dag konnte Akyildiz nicht am Gästekeeper vorbeibringen, doch Kollwitz stand goldrichtig und traf zur Führung für das Team von der Langen Wanne (16.)! Leusberg drückte nun ein wenig und kam zu seiner besten Chance in Durchgang eins, doch Röhse klärte nach einem schönen Steilpaß mit dem Fuß gegen einen Süder Angreifer (26.). Direkt im Gegenzug verpasste Dag per Kopfball nach einer Ecke knapp das 2:0 (27.), kurz darauf zog er nach einer Flanke von Felix Busch nach innen, zielte jedoch etwas zu hoch (28.). Leusberg hatte nun mehr vom Spiel, die Chancen aber hatten die Gastgeber.

Bis zur Pause geschah jedoch nur wenig und auch im zweiten Durchgang neutralisierten sich beide Teams über eine längere Phase. Erst Christoph Winkler sorgte in der 58. Minute für das erste Ausrufezeichen in Durchgang zwei, zögerte aber nach schöner Ballannahme zu lange und sein Schuß unter Bedrängnis verfehlte das Tor links unten um einen halben Meter. Post setzte nun auf Konter, spielte diese aber zu oft nicht konsequent aus – das alte Manko aus den vergangenen Spielen. Leusberg hingegen konnte sein Plus an Ballbesitz nicht in Chancen ummünzen und scheiterte mit kleineren Gelegenheiten immer wieder an Röhse, der auch bei der besten Gästechance in der 70. Minute sicher zupackte. In der 73. Minute dann jedoch der Schock, als ein Leusberger doch einmal frei zum Abschluß kam und seine Chance beim Schopfe packte – 1:1, und nicht wenige Zuschauer trauerten schon der vielen halbfertigen Spielzüge und den Chancen aus Durchgang eins nach. Doch die Schlußoffensive sollte es in sich haben, denn die weiter nach vorne spielenden Leusberger ließen defensiv nun im Minutentakt Postkonter zu. Nachdem in der 82. Minute noch Marvin Kollwitz am Keeper und Daniel Klaus im Nachschuß am leeren Tor scheiterten, machten es Dag und Marcel Tilly kurz darauf besser. Dag zog mit Tempo in den Strafraum, die Leusberger doppelten ihn und übersahen den nachrückenden Tilly, der das folgende Zuspiel problemlos ins Leusberg Netz schieben konnte – 2:1 (84.)!

Leusberg warf nun endgültig alles nach vorne, lief jedoch in noch mehr Konter, die die Postler jedoch ungenutzt ließen – 2:1 hatte der Coach schließlich getippt! So zielte der für den verletzten Kollwitz eingewechselte Agim Kamberi nach Klaus-Flanke etwas zu hoch (89.), traf Winkler das leere Tor nicht, nachdem er den Keeper ausgespielt hatte (90.) und bekam kurz darauf ein Tor wegen vermeintlichen Abseits nicht anerkannt (91.). Am Ende war das aber auch egal, denn neben dem Dreier stand der Tipp des urlaubenden Trainers und in der Kabine wurde auch noch der 30. Geburtstag von Kapitän Christoph Wintermeyer nachgefeiert – alles gut also an der Langen Wanne! Und der Blick auf die Rückrundentabelle macht derzeit wie im Vorjahr Spaß, denn dort steht das Team von der Langen Wanne nun auf Platz drei! Etwas besser waren in 2014 nur Favoritenschreck SuS Bertlich (Siege gegen beide Spitzenteams an den vergangenen beiden Spieltagen) und das heute erneut zum Spitzenreiter avancierte SW Röllinghausen. Und so sieht man bei Blauweiß nun dem Spiel daheim gegen den SV Herta II am kommenden Sonntag entspannt entgegen, denn trotz Umstellung auf Viererkette und den jüngst verpassten vier Punkten gegen Suderwich II und Stuckenbusch II sollte nun kein Team mehr die Spielvereinigung auf die leichte Schulter nehmen!

Post I:
Röhse – Busch, Wintermeyer, Knopik, Klaus – Tilly, Grüneberg, Akyildiz, Kollwitz – Dag, Winkler – Kamberi

Ein richtig gutes Spiel machte auch die Reserve von der Langen Wanne, auch wenn sie beim FC Leusberg II mit 2:3 unterlag. Coach Thomas Höhn hatte lediglich die Chancenverwertung zu beklagen, durfte jedoch nicht zu viel sagen, denn auch er hätte mehr als nur den Treffer zum zwischenzeitlichen 1:2 nach dem Seitenwechsel beisteuern können. Verloren ging die Partie jedoch in erster Linie durch zwei dumme Gegentore vor der Pause, danach hatte die Postler Reserve mehr vom Spiel, doch neben Höhn traf eben nur noch Philipp Dahl zum 2:3 Endstand, nachdem die Leusberger erneut auf zwei Tore davongezogen waren. Dennoch herrschte zu Recht gute Laune bei der Postler Reserve, die am kommenden Sonntag gegen den einsamen Spitzenreiter TSV Marl-Hüls III noch eine Rechnung offen hat. Denn das Hinspiel ging zu neunt mit 0:14 verloren – das wird die Höhn-Elf sicherlich toppen können. Immerhin kann sie befreit aufspielen und hat nichts zu verlieren

Post II:
Kaluza – Schuwakow, Trogant, Lenger – Zimmermann, Bockhoff, Schmülling, Dahl, Aberle – Höhn, Diekhöfer – Rafail, Kremer, Sabi

Erste trotz Niederlage moralischer Sieger, Zweite mit Heimsieg gegen Tabellennachbarn

Personell waren beide Teams von der Langen Wanne unter der Woche stark gehandicapt, doch am Wochenende konnten beide trotz vieler Verletzungen und einiger Sperren mit Reservespielern in die Begegnungen gehen. Dennoch mussten Eddy Arnts und Markus van Dunderen bei der Ersten Mannschaft wieder ein wenig basteln und auf Till Flüchter und Julian Halbig verzichten. Für die beiden spielten Sven Knopik und der zuletzt erkrankte Felix Busch von Anfang an. Schon vor dem Spiel war für Arnts klar, dass Gegner SF Stuckenbusch II nach dem Verlust der Tabellenführung entweder auf dem falschen Fuß erwischt werden könnte oder unser Team zerlegen würde. Irgendwie traf beides ein, denn in der ersten Halbzeit traf letzteres zu, danach über die gesamte zweite Hälfte ersteres.

Gerade einmal sieben Minuten waren gespielt, da ging der Favorit an der Langen Wanne mit 1:0 in Führung, als ein gut platzierter Flachschuß unhaltbar in der rechten Ecke des Postler Kasten einschlug. Auch wenn das Spiel weitgehend ausgeglichen verlief, kamen die Blauweißen nur zu kleineren Chancen. Auch der Gast vom Leiterchen hatte wenig offensiv zu bestellen, doch individuelle Fehler nutzen die Roweißen eiskalt aus. Nach einer halben Stunde konnte Lukas Röhse im Postler Tor nach einem Freistoß mit einem tollen Reflex klären, doch im Kampf um den Abpraller hatte ein Angreifer der Sportfreunde zu leichtes Spiel, das Leder einzunicken. Jeder Schuß ein Treffer, so schien es nun, als die Gäste aus spitzem Winkel nachlegten (42.) und dann mit dem Halbzeitpfiff durch einen Freistoß (45.) ungefährdet auf 4:0 davonzogen. Messe gelesen, dachten viele an der Langen Wanne. Doch bereits in den vergangenen Wochen kam die Arnts-Elf nach dem Seitenwechsel besser ins Spiel – so auch diesmal!

Arnts und van Dunderen hatten ihr Team heißgemacht und motiviert, denn schlecht hatte ihre Elf nicht agiert in Durchgang eins. Nur nach vorne fehlte der Mut und hinten profitierte der Tabellenzweite von seiner Kaltschnäuzigkeit. Es sollte eine heiße zweite Hälfte werden, in der Stuckenbusch eigentlich nur noch einmal richtig zum Abschluß kam – beim entscheidenden 5:3 kurz vor dem Abpfiff aus abseitsverdächtiger Position (87.). Zuvor war es eigentlich nur die Blauweißen, die in ihren neuen Trikots Einbahnstraßenfußball boten. Zunächst traf der heute richtig starke Marvin Kollwitz zum 1:4 (52.), dann köpfte Marcel Tilly knapp drüber (53.). Etwas später hatte Kapitän Christoph Wintermeyer Pech, als nach einer Standardsituation ein Abpraller des Torwarts seinen Körper traf aber knapp am Kasten vorbeiging (62.). Spätestens mit dem 2:4 nach einem erneuten Abpraller des nicht gerade sicheren Stuckenbuscher Keepers und einer schnellen Reaktion von Kollwitz war klar, dass hier noch was ging für den Aussenseiter (69.). Vor allem der Schlußmann der Gäste stand nun unter Druck und machte einen weiteren Fehler beim Herauskommen, den Ahmet Akyildiz in den Anschlußtreffer zum 3:4 ummünzen konnte (82.). Christoph Winkler hatte dann den Ausgleich auf dem Fuß, doch sein Schuß endete in den Armen des Gästekeepers (86.). Mit dem anschließenden Konter war das Spiel tatsächlich gelaufen, als ein Angreifer alleine auf Röhse zulief und das Leder im Postler Kasten unterbrachte (87.).

Dennoch war die Stimmung in der Kabine gut, denn vor allem die zweite Halbzeit hat eins gezeigt: Die Spielvereinigung Blau Weiß Post kann auch gegen die ganz Großen der Liga wieder mithalten! Eddy Arnts – der dem Vernehmen nach in den nächsten Tagen an der Langen Wanne verlängern dürfte – war begeistert: “Das war ein gefühlter Sieg! Machen wir weniger Fehler, dann gewinnen wir hier heute. Wir werden daran arbeiten und viel trainieren, dann werden wir noch stärker.”, strahlte der Coach großen Optimismus aus. An Ostermontag darf es sein Team unter Beweis stellen, wenn der FC Leusberg an der Langen Wanne gastiert (Heimrechttausch in der Hinrunde). Nur sollte dann mal wieder eine gute erste Halbzeit dabei sein, dann klappts auch mit drei Punkten!

Post I:
Röhse – Busch, Wintermeyer, Knopik, Klaus – Grüneberg, Tilly, Akyildiz, Kollwitz – Winkler, Dag – Palmhof

Im Vorspiel war es Reserve-Coach Thomas Höhn, der alles richtig machte: Zunächst stellte er sich selbst auf, dann hatte er mit einem Wechsel das richtige Händchen. Trotz großer Personalsorgen stand ihm ein großer Kader zur Verfügung und die Rückkehr von Kapitän Christoph Aberle war auch ein wichtiges Kreativmoment für die Zweite. Dennoch waren die Gäste in Durchgang eins das bessere Team, doch ihnen fehlte genau das, was die Stuckenbuscher später auszeichnen sollte: Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. Den besseren Start erwischte das Team von der Langen Wanne, das in der 13. Minute in Führung gehen konnte: Einen langen Freistoß von Libero Özcan Lenger ließ Coach Höhn über den Schädel rutschen, während Max Diekhöfer beim Hochspringen mit dem Keeper der Gäste von SW Meckinghoven III kollidierte und damit verhinderte, dass dieser an den Ball kam. Schiedsrichter Andreas Hagedorn entschied auf Tor und nicht auf Foul, was die Gäste natürlich nicht begeisterte. Die Dattelner Gäste antworteten mit einem gefährlichen Distanzschuß, der knapp vorbeiging (18.). Anschließend war es Post-Keeper Kaluza, der seiner Mannschaft die Pausenführung sicherte. Denn entweder schossen oder köpften ihn die Gäste an (28./32.) oder er parierte in höchster Not hochklassig, wie kurz vor dem Seitenwechsel, als er einen Kopfballtreffer aus spitzem Winkel verhinderte (45.). Da ein Freistoßtreffer der Dattelner kurz zuvor zurückgepfiffen wurde (41.), ging es mit einem knappen 1:0 in die Kabine.

Durchgang zwei sah drückende Meckinghovener und ein Postler Team, das zu wenig aus den sich bietenden Konterchancen machen konnte. So wurde ein Platzverweis das erste Highlight in Durchgang zwei (66.). Ein Gästeverteidiger packte die Grätsche aus und spielte Foul. Der Schiedsrichter gab ihm zwar nur Gelb, doch nach einer Beleidigung des Referees durfte er dann doch noch duschen gehen. Nach einer schönen Einzelleistung von Aberle traf Diekhöfer nur in die Arme des gegnerischen Torwarts (71.). Ansonsten war wenig los, doch wenn Gefahr ausging, dann von den Dattelner Gästen, die auch in Unterzahl mehr vom Spiel hatten. Folgerichtig fiel im Gegenzug das 1:1 in der 72. Minute, als Kaluza nach einer schönen Einzelleistung keine Chance hatte. Höhn wechselte und brachte mit Ivo Stommel einen Debütanten im blauweißen Dress – es sollte die genau richtige Entscheidung sein! Denn Stommel war es, der einen der vielen Konter dann doch im Meckinghover Kasten unterbringen konnte und zum viel umjubelten 2:1 treffen konnte, als er einen Abpraller nach Höhn-Schuß über die Linie drückte (82.). Gute Stimmung also auch bei der Zweiten, die mit dem Sieg gleich zwei Plätze gutmachen konnte und nun da steht, wo sie am Ende stehen möchte: Auf Platz zehn. Untermauern muss die Höhn-Elf diese Position am kommenden Montag, wenn es zum FC Leusberg II geht (der heute im übrigen nicht angetreten ist).

Post II:
Kaluza – Schuwakow, Neumann, Lenger – Schmülling, Trogant, Dahl, Bockhoff, Aberle – Höhn, Diekhöfer – Zimmermann, Stommel

Postler Damenteam mit erstem Sieg, Erste mit Comeback-Remis, Zweite am Ende zu acht chancenlos

Drei Spiele an der Langen Wanne und niemand konnte sich beklagen: Sieg, Niederlage, Unentschieden – so lautete die Bilanz der Blauweißen am heutigen Sonntag, dazu gab es Platzverweise, nicht gegebene Tore, dicke Chancen, eine Aufholjagd, viele Treffer und einen gehaltenen Elfmeter. Fußballherz, was willst du mehr? Neun Heimpunkte natürlich, aber davon abgesehen war es ein abwechslungsreicher Tag auf unserer Sportanlage. Beginnen wir mal mit der Ersten Mannschaft, die schon in der Vorwoche einen schlechten Start hinlegte, dann aber hintenheraus erfolgreich war. Anders als bei Wacker Süd gab es gegen die SG Suderwich II nur zwanzig schlechte Minuten, doch die nutzten die Gäste zu einer komfortablen Führung. Aber mehr dazu gleich. Zunächst einmal mussten Eddy Arnts und Markus van Dunderen heute unter anderem auf Felix Busch, Kerem Kocagöz und Agim Kamberi verzichten, auch Ardian Shala fehlte weiter mit Hüftproblemen. Unsere Erste musste also erneut umbauen, vielleicht führte auch das zum schwachen Start, über den Arnts auch nach Spielende noch den Kopf schüttelte.

Fünf Minuten waren gespielt, da war die um Marvin Kollwitz als Aussenverteidiger für Busch ergänzte Post-Defensive das erste Mal von den Surker Gästen geknackt, als eine schöne Kombination im Kasten von Lukas Röhse ihr ungünstiges Ende aus blauweißer Sicht fand. Mit einem Flachschuß durch und zwischen vielen Beinen hindurch erhöhte die SG nach zehn Minuten auf 0:2 und als dann auch noch ein unhaltbarer Sonntagsschuß im Postler Kasten einschlug (17.), da war die sonntägliche Messe eigentlich schon gelesen. Doch unsere Erste fing sich und zeigte Moral. Julian Halbig, aus der Zweiten in die Startelf der Arnts-Elf befördert, zog trocken ab, traf aber nur den linken Pfosten des Suderwicher Tores (24.). Blauweiß war nun im Spiel und baute zunehmend Druck auf die Gästeabwehr auf, die aber fast bis zur Pause stabil blieb und gute Chancen von Christoph Winkler (27.) und Dogan Dag (35.) überstand. Dass Post dann genau zum richtigen Zeitpunkt – fünf Euro in das Phrasenschwein – direkt vor der Pause durch einen Kopfball von Ahmet Akyildiz verkürzen konnte (42.), veranlasste den Postler Vorsitzenden Michael Bartz zu einem gewagten Tipp, den er Suderwicher Funktionären mit auf dem Weg in die zweite Halbzeit gab: “Seid bitte nicht böse, wenn ihr am Ende mit 3:4 verliert!”

Die Messlatte war gesetzt – und das Team von der Langen Wanne gab fortan alles, um sie zu erreichen. Direkt nach Wiederanpfiff köpfte Akyildiz in Rückenlage über den Kasten (46.), dann konnte der Suderwicher Keeper einen Kopfball von Dag gerade noch so vor der Linie festhalten (51.). Nach einem Foul im Strafraum hatten die Gäste dann die dicke Chance zur Entscheidung, doch Röhse hielt den Strafstoß und damit seine Farben im Spiel (60.). Post war überlegen, doch die Partie verflachte im Anschluß ein wenig. Suderwich musste wenig machen, Post fand kaum Mittel, die grünweiße Defensive zu knacken. Mit dem Anschlußtreffer von Kollwitz, der aus spitzem Winklel einfach mal abzog und von einer entscheidenden Abfälschung profitierte (79.), änderte sich das Bild noch einmal nachhaltig. Plötzlich war Leben in der inzwischen hart umkämpften und nickligen Partie! Nach einer tollen Flanke von Daniel Klaus und einem Kopfball in Rückenlage von Akyildiz staubte Dag zum umjubelten Ausgleich ab (82.) und das sollte noch nicht alles sein. Arnts setzte alles auf drei Punkte und sein Team schnürte die Gäste immer weiter ein. In der 89. Minute jubelten die Blauweißen dann über den vermeintlichen Siegtreffer, doch das Tor von Dag zählte nicht, da er den gegnerischen Torwart zu hart anging. So blieb einem tollen Comeback unserer Ersten das Sahnehäubchen versagt, doch die Moral stimmte. Anders als die ersten zwanzig Minuten, die sich am kommenden Sonntag daheim gegen den Tabellenzweiten SF Stuckenbusch II besser nicht wiederholen sollten.

Post I:
Röhse – Flüchter, Tilly, Wintermeyer, Kollwitz – Grüneberg, Klaus, Akyildiz, Dag – Winkler, Halbig – Palmhof, Knopik

Im direkten Vorspiel war vor allem eins im Spiel: Farbe. Gleich drei Platzverweise gegen unsere Zweiten dezimierten die Reihen der tapfer kämpfenden Truppe nachhaltig. Dabei begann das Spiel in Abwesenheit von Coach Thomas Höhn, den Kapitän Christoph Aberle an der Linie vertrat, vielversprechend: Zwei gute Chancen ließ Tolga Hamarat liegen (10./16.), einen “Fallrückzieher” von Sven Schmülling kratzte der Gästekeeper aus dem Winkel (20.). Der favorisierte Tabellendritte schüttelte sich aber nur kurz und kam durch einen trockenen Schuß ins rechte Eck zur etwas schmeichelhaften Führung (21.). Doch mit dem 0:2 in der 28. Minute übernahmen die Hertener Gäste dann endgültig das Kommando. Bei einer scharfen Hereingabe stand ein Angreifer von Westfalia Langenbochum IV goldrichtig am Fünfer frei und hatte keine Mühe zu vollenden. Bis zur Pause tat sich dann wenig, lediglich Harun Göktas – Leihgabe aus der Ersten – brachte Farbe ins Spiel: Gelbrote Karte nach wiederholtem Foulspiel (45.).

Auch die zweite Halbzeit begann mit einem Platzverweis, diesmal glatt Rot gegen Tolga Hamarat, der sich nicht beherrschen konnte und zu einer Tätlichkeit hinreißen ließ (52.). In doppelter Unterzahl waren es dennoch die Postler, die den ersten Offensivakzent im zweiten Durchgang setzten, doch Max Diekhöfer vergab frei vor dem Tor mit einem überhasteten Abschluß (56.). Natürlich waren die Langenbochumer nun drückend überlegen, doch das Post-Bollwerk hielt bis zum Ende toll dagegen und verhinderte ein Debakel. Lediglich die Treffer zum 0:3 nach einem Torwartfehler (60.) und 0:4 nach schöner Kombination (65.) musste die tapfer verteidigende Zweite noch hinnehmen. Da sich dabei eine ganze Reihe von gelben Karten ansammelte – wer hatte am Ende eigentlich keine? – war die Gelbrote Karte gegen Dominic Ortmann in der Schlußphase kaum zu verhindern (86.). In der kommenden Woche wird es nun eng für die Höhn-Elf gegen SW Meckinghoven II, denn neben den gesperrten Akteuren verletzte sich Torjäger Diekhöfer an der Leiste. Doch die kämpferische Leistung und die Moral stimmten – weiter so!

Post II:
Kaluza – Schuwakow, Neumann, Lenger – Ortmann, Bockhoff, Hamarat, Göktas, Schmülling – Kremer, Diekhöfer – Feller, Trogant

Besser machte es im ersten Spiel des Tages unsere Damenmannschaft, die sich mit einem 3:0 gegen Adler Weseke ihren ersten Pflichtspielsieg sichern konnte! Heldin des Tages war dabei die erfahrene Ebru Altinok, die schon in der Jugend bei Blauweiß spielte und nun mit ihrer Erfahrung eine ganz wichtige Figur in der neuen Postler Damenmannschaft ist. Nach einer Verletzung im ersten Spiel war ihr Comeback natürlich ein mehr als gelungenes! Anders als in der Vorwoche, wo das Trainerduo Ulf Vogt und Stefan Ressler noch mangels Masse dem FC Erkenschwick absagen mussten, standen dreizehn Spielerinnen zur Verfügung und die waren gleich richtig gut im Spiel, hatten mehr Ballbesitz und zeigten schöne Ansätze im Spiel nach vorne. Lediglich ein Manko begleitete das gesamte Spiel: Die Blauweißen ließen zu viele Zuspiele in die Spitze zu und profitierten extrem von ihrer bärenstarken Torfrau Ricarda Welke und der Abschlußschwäche der Gäste aus dem Borkener Raum. Selbst nach der Führung durch Altinok, die nach einem schönen Steilpaß in das Sturmzentrum ein kleines, aber feines Solo halbhoch im linken Eck unterbringen konnte (25.), sorgte die weit aufgerückte Hintermannschaft der Postler stets für gefährliche Stiche der Gäste.

Im zweiten Durchgang beruhigte Altinok dann mit ihrem zweiten Treffer Mitspielerinnen, Trainerteam und Zuschauer, als sie erneut mit einer schönen Einzelleistung die Führung auf 2:0 ausbauen konnte (55.). Endgültig war dann der Deckel drauf, als Altinok sich nach einem toll kombinierten Angriff erneut im Strafraum durchtanken und das alles entscheidende 3:0 erzielen konnte (70.). Weseke war jedoch immer wieder gefährlich und brachte sich mit einem Pfostenschuß noch einmal in Erinnerung (73.), doch letztlich blieben ihre Bemühungen vergeblich – heute sollten sie keinen Treffer mehr erzielen. Auf der Gegenseite vergab dann Altinok in der Schlußphase gar noch ihren lupenreinen Hattrick (82.), aber das nahm ihr natürlich keiner mehr übel. Die Freude am Ende war riesengroß, denn mit dem Sieg war das nagende und für Diskussionen sorgende personelle Problem der Vorwoche zumindest vorerst vergessen und zwei Teams in der Tabelle hinter sich gelassen. So darf das gerne weitergehen – mit mehr Damen beim Training, bitteschön!

Post Damen:
Welke – Bruns, Tasche, Mysior, Joemann – Altinok, Weiß, Ulbricht, Cornelius – Schliwa, Krebs – Kauert, Hoche

Heißer Endspurt der Ersten, Zweite hadert mit der Chancenverwertung

“Siebzig Minuten war das totaler Mist, was die Mannschaft gespielt hat”, bilanzierte Betreuer Rüdiger Melchertsen am Tag danach. Doch die verbliebenen zwanzig Minuten reichten aus, um bei Schlußlicht Wacker Süd drei Punkte einzufahren. Mit 5:0 wurde das Ergebnis am Ende sogar noch deutlich, wobei die benannten siebzig Minuten für manch einen Zornesausbruch an der Linie gesorgt haben dürften. So lange hielt das ersatzgeschwächt gerade mal mit elf Akteuren angetretene Schlußlicht ein 0:0 gegen das Team von der Langen Wanne und erst im Endspurt platzte der Knoten: Viermal Christoph Winkler und einmal Marvin Kollwitz trafen für die Mannschaft von Eddy Arnts und Markus van Dunderen, um eine kleine Blamage zu verhindern. Damit steht unsere Erste Mannschaft nun auf Platz neun und hat am Sonntag im Heimspiel gegen den Drittletzten SG Suderwich II gute Chancen, weiter Druck auf Platz sieben aufzubauen. Dafür muss jedoch eine Leistungssteigerung her!

Post I:
Leider keine Aufstellung bei www.fussball.de

Die Zweite Mannschaft trat derzweil beim SV Bossendorf III an und musste sich am Ende mit 1:3 geschlagen geben. Besonders bitter: Es waren erst die Punkte fünf bis sieben für den Halterner Ligakonkurrenten. Statt ein wenig nach oben zu schielen, dürfte der Zug für das Team von Thomas Höhn nun in jeglicher Richtung abgefahren sein. Dabei begann die Partie für die Blauweißen nahezu optimal – hätte Max Diekhöfer in der ersten Minute nicht am leeren Tor vorbeigeschossen. Es sollte nur der Auftakt für eine horrende Chancenverwertung sein, die am Ende einen vergebenen Strafstoß, einen Latten- und Pfostentreffer sowie viele nicht optimal ausgespielte Angriffe in Strafraumnähe und vergebene Topchancen beinhaltete. Unterm den Strich machten die Gastgeber aus ihren wenigen Möglichkeiten deutlich mehr und profitierten dabei auch von Postler Pech, so zum Beispiel beim 0:2 in der 54. Minute – Bossendorf war kurz vor der Pause in Führung gegangen (41.) – als Norman Palmhof den Ball unhaltbar für Keeper Denis Kaluza abfälschte. Nach dem Anschlußtreffer von Max Diekhöfer, der an der Sechzehnerkante frei zum Abschluß kam (63.), drückte unsere Zweite noch einmal mit vier Stürmern kräftig auf’s Gaspedal, vergab oben genannten Strafstoß durch Diekhöfer und kam zum Lattenknaller von Palmhof, doch am Ende setzten die Bossendorfer den entscheidenden Konter zum umjubelten Sieg (83.). Der Rest der Spielzeit plätscherte dann dahin, ohne noch einmal für Spannung zu sorgen. Am Sonntag gastiert an der Langen Wanne dann Westfalia Langenbochum IV – da dürfte sich die Höhn-Elf wieder mehr auf die Defensive konzentrieren müssen.

Post II:
Kaluza – Schuwakow, Dahl, Palmhof – Feller, Zimmermann, Lenger, Bas, Halbig – Schmülling, Diekhöfer – Trogant, Kauert, Kügler