Erste trotz Niederlage moralischer Sieger, Zweite mit Heimsieg gegen Tabellennachbarn

Personell waren beide Teams von der Langen Wanne unter der Woche stark gehandicapt, doch am Wochenende konnten beide trotz vieler Verletzungen und einiger Sperren mit Reservespielern in die Begegnungen gehen. Dennoch mussten Eddy Arnts und Markus van Dunderen bei der Ersten Mannschaft wieder ein wenig basteln und auf Till Flüchter und Julian Halbig verzichten. Für die beiden spielten Sven Knopik und der zuletzt erkrankte Felix Busch von Anfang an. Schon vor dem Spiel war für Arnts klar, dass Gegner SF Stuckenbusch II nach dem Verlust der Tabellenführung entweder auf dem falschen Fuß erwischt werden könnte oder unser Team zerlegen würde. Irgendwie traf beides ein, denn in der ersten Halbzeit traf letzteres zu, danach über die gesamte zweite Hälfte ersteres.

Gerade einmal sieben Minuten waren gespielt, da ging der Favorit an der Langen Wanne mit 1:0 in Führung, als ein gut platzierter Flachschuß unhaltbar in der rechten Ecke des Postler Kasten einschlug. Auch wenn das Spiel weitgehend ausgeglichen verlief, kamen die Blauweißen nur zu kleineren Chancen. Auch der Gast vom Leiterchen hatte wenig offensiv zu bestellen, doch individuelle Fehler nutzen die Roweißen eiskalt aus. Nach einer halben Stunde konnte Lukas Röhse im Postler Tor nach einem Freistoß mit einem tollen Reflex klären, doch im Kampf um den Abpraller hatte ein Angreifer der Sportfreunde zu leichtes Spiel, das Leder einzunicken. Jeder Schuß ein Treffer, so schien es nun, als die Gäste aus spitzem Winkel nachlegten (42.) und dann mit dem Halbzeitpfiff durch einen Freistoß (45.) ungefährdet auf 4:0 davonzogen. Messe gelesen, dachten viele an der Langen Wanne. Doch bereits in den vergangenen Wochen kam die Arnts-Elf nach dem Seitenwechsel besser ins Spiel – so auch diesmal!

Arnts und van Dunderen hatten ihr Team heißgemacht und motiviert, denn schlecht hatte ihre Elf nicht agiert in Durchgang eins. Nur nach vorne fehlte der Mut und hinten profitierte der Tabellenzweite von seiner Kaltschnäuzigkeit. Es sollte eine heiße zweite Hälfte werden, in der Stuckenbusch eigentlich nur noch einmal richtig zum Abschluß kam – beim entscheidenden 5:3 kurz vor dem Abpfiff aus abseitsverdächtiger Position (87.). Zuvor war es eigentlich nur die Blauweißen, die in ihren neuen Trikots Einbahnstraßenfußball boten. Zunächst traf der heute richtig starke Marvin Kollwitz zum 1:4 (52.), dann köpfte Marcel Tilly knapp drüber (53.). Etwas später hatte Kapitän Christoph Wintermeyer Pech, als nach einer Standardsituation ein Abpraller des Torwarts seinen Körper traf aber knapp am Kasten vorbeiging (62.). Spätestens mit dem 2:4 nach einem erneuten Abpraller des nicht gerade sicheren Stuckenbuscher Keepers und einer schnellen Reaktion von Kollwitz war klar, dass hier noch was ging für den Aussenseiter (69.). Vor allem der Schlußmann der Gäste stand nun unter Druck und machte einen weiteren Fehler beim Herauskommen, den Ahmet Akyildiz in den Anschlußtreffer zum 3:4 ummünzen konnte (82.). Christoph Winkler hatte dann den Ausgleich auf dem Fuß, doch sein Schuß endete in den Armen des Gästekeepers (86.). Mit dem anschließenden Konter war das Spiel tatsächlich gelaufen, als ein Angreifer alleine auf Röhse zulief und das Leder im Postler Kasten unterbrachte (87.).

Dennoch war die Stimmung in der Kabine gut, denn vor allem die zweite Halbzeit hat eins gezeigt: Die Spielvereinigung Blau Weiß Post kann auch gegen die ganz Großen der Liga wieder mithalten! Eddy Arnts – der dem Vernehmen nach in den nächsten Tagen an der Langen Wanne verlängern dürfte – war begeistert: “Das war ein gefühlter Sieg! Machen wir weniger Fehler, dann gewinnen wir hier heute. Wir werden daran arbeiten und viel trainieren, dann werden wir noch stärker.”, strahlte der Coach großen Optimismus aus. An Ostermontag darf es sein Team unter Beweis stellen, wenn der FC Leusberg an der Langen Wanne gastiert (Heimrechttausch in der Hinrunde). Nur sollte dann mal wieder eine gute erste Halbzeit dabei sein, dann klappts auch mit drei Punkten!

Post I:
Röhse – Busch, Wintermeyer, Knopik, Klaus – Grüneberg, Tilly, Akyildiz, Kollwitz – Winkler, Dag – Palmhof

Im Vorspiel war es Reserve-Coach Thomas Höhn, der alles richtig machte: Zunächst stellte er sich selbst auf, dann hatte er mit einem Wechsel das richtige Händchen. Trotz großer Personalsorgen stand ihm ein großer Kader zur Verfügung und die Rückkehr von Kapitän Christoph Aberle war auch ein wichtiges Kreativmoment für die Zweite. Dennoch waren die Gäste in Durchgang eins das bessere Team, doch ihnen fehlte genau das, was die Stuckenbuscher später auszeichnen sollte: Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. Den besseren Start erwischte das Team von der Langen Wanne, das in der 13. Minute in Führung gehen konnte: Einen langen Freistoß von Libero Özcan Lenger ließ Coach Höhn über den Schädel rutschen, während Max Diekhöfer beim Hochspringen mit dem Keeper der Gäste von SW Meckinghoven III kollidierte und damit verhinderte, dass dieser an den Ball kam. Schiedsrichter Andreas Hagedorn entschied auf Tor und nicht auf Foul, was die Gäste natürlich nicht begeisterte. Die Dattelner Gäste antworteten mit einem gefährlichen Distanzschuß, der knapp vorbeiging (18.). Anschließend war es Post-Keeper Kaluza, der seiner Mannschaft die Pausenführung sicherte. Denn entweder schossen oder köpften ihn die Gäste an (28./32.) oder er parierte in höchster Not hochklassig, wie kurz vor dem Seitenwechsel, als er einen Kopfballtreffer aus spitzem Winkel verhinderte (45.). Da ein Freistoßtreffer der Dattelner kurz zuvor zurückgepfiffen wurde (41.), ging es mit einem knappen 1:0 in die Kabine.

Durchgang zwei sah drückende Meckinghovener und ein Postler Team, das zu wenig aus den sich bietenden Konterchancen machen konnte. So wurde ein Platzverweis das erste Highlight in Durchgang zwei (66.). Ein Gästeverteidiger packte die Grätsche aus und spielte Foul. Der Schiedsrichter gab ihm zwar nur Gelb, doch nach einer Beleidigung des Referees durfte er dann doch noch duschen gehen. Nach einer schönen Einzelleistung von Aberle traf Diekhöfer nur in die Arme des gegnerischen Torwarts (71.). Ansonsten war wenig los, doch wenn Gefahr ausging, dann von den Dattelner Gästen, die auch in Unterzahl mehr vom Spiel hatten. Folgerichtig fiel im Gegenzug das 1:1 in der 72. Minute, als Kaluza nach einer schönen Einzelleistung keine Chance hatte. Höhn wechselte und brachte mit Ivo Stommel einen Debütanten im blauweißen Dress – es sollte die genau richtige Entscheidung sein! Denn Stommel war es, der einen der vielen Konter dann doch im Meckinghover Kasten unterbringen konnte und zum viel umjubelten 2:1 treffen konnte, als er einen Abpraller nach Höhn-Schuß über die Linie drückte (82.). Gute Stimmung also auch bei der Zweiten, die mit dem Sieg gleich zwei Plätze gutmachen konnte und nun da steht, wo sie am Ende stehen möchte: Auf Platz zehn. Untermauern muss die Höhn-Elf diese Position am kommenden Montag, wenn es zum FC Leusberg II geht (der heute im übrigen nicht angetreten ist).

Post II:
Kaluza – Schuwakow, Neumann, Lenger – Schmülling, Trogant, Dahl, Bockhoff, Aberle – Höhn, Diekhöfer – Zimmermann, Stommel

Postler Damenteam mit erstem Sieg, Erste mit Comeback-Remis, Zweite am Ende zu acht chancenlos

Drei Spiele an der Langen Wanne und niemand konnte sich beklagen: Sieg, Niederlage, Unentschieden – so lautete die Bilanz der Blauweißen am heutigen Sonntag, dazu gab es Platzverweise, nicht gegebene Tore, dicke Chancen, eine Aufholjagd, viele Treffer und einen gehaltenen Elfmeter. Fußballherz, was willst du mehr? Neun Heimpunkte natürlich, aber davon abgesehen war es ein abwechslungsreicher Tag auf unserer Sportanlage. Beginnen wir mal mit der Ersten Mannschaft, die schon in der Vorwoche einen schlechten Start hinlegte, dann aber hintenheraus erfolgreich war. Anders als bei Wacker Süd gab es gegen die SG Suderwich II nur zwanzig schlechte Minuten, doch die nutzten die Gäste zu einer komfortablen Führung. Aber mehr dazu gleich. Zunächst einmal mussten Eddy Arnts und Markus van Dunderen heute unter anderem auf Felix Busch, Kerem Kocagöz und Agim Kamberi verzichten, auch Ardian Shala fehlte weiter mit Hüftproblemen. Unsere Erste musste also erneut umbauen, vielleicht führte auch das zum schwachen Start, über den Arnts auch nach Spielende noch den Kopf schüttelte.

Fünf Minuten waren gespielt, da war die um Marvin Kollwitz als Aussenverteidiger für Busch ergänzte Post-Defensive das erste Mal von den Surker Gästen geknackt, als eine schöne Kombination im Kasten von Lukas Röhse ihr ungünstiges Ende aus blauweißer Sicht fand. Mit einem Flachschuß durch und zwischen vielen Beinen hindurch erhöhte die SG nach zehn Minuten auf 0:2 und als dann auch noch ein unhaltbarer Sonntagsschuß im Postler Kasten einschlug (17.), da war die sonntägliche Messe eigentlich schon gelesen. Doch unsere Erste fing sich und zeigte Moral. Julian Halbig, aus der Zweiten in die Startelf der Arnts-Elf befördert, zog trocken ab, traf aber nur den linken Pfosten des Suderwicher Tores (24.). Blauweiß war nun im Spiel und baute zunehmend Druck auf die Gästeabwehr auf, die aber fast bis zur Pause stabil blieb und gute Chancen von Christoph Winkler (27.) und Dogan Dag (35.) überstand. Dass Post dann genau zum richtigen Zeitpunkt – fünf Euro in das Phrasenschwein – direkt vor der Pause durch einen Kopfball von Ahmet Akyildiz verkürzen konnte (42.), veranlasste den Postler Vorsitzenden Michael Bartz zu einem gewagten Tipp, den er Suderwicher Funktionären mit auf dem Weg in die zweite Halbzeit gab: “Seid bitte nicht böse, wenn ihr am Ende mit 3:4 verliert!”

Die Messlatte war gesetzt – und das Team von der Langen Wanne gab fortan alles, um sie zu erreichen. Direkt nach Wiederanpfiff köpfte Akyildiz in Rückenlage über den Kasten (46.), dann konnte der Suderwicher Keeper einen Kopfball von Dag gerade noch so vor der Linie festhalten (51.). Nach einem Foul im Strafraum hatten die Gäste dann die dicke Chance zur Entscheidung, doch Röhse hielt den Strafstoß und damit seine Farben im Spiel (60.). Post war überlegen, doch die Partie verflachte im Anschluß ein wenig. Suderwich musste wenig machen, Post fand kaum Mittel, die grünweiße Defensive zu knacken. Mit dem Anschlußtreffer von Kollwitz, der aus spitzem Winklel einfach mal abzog und von einer entscheidenden Abfälschung profitierte (79.), änderte sich das Bild noch einmal nachhaltig. Plötzlich war Leben in der inzwischen hart umkämpften und nickligen Partie! Nach einer tollen Flanke von Daniel Klaus und einem Kopfball in Rückenlage von Akyildiz staubte Dag zum umjubelten Ausgleich ab (82.) und das sollte noch nicht alles sein. Arnts setzte alles auf drei Punkte und sein Team schnürte die Gäste immer weiter ein. In der 89. Minute jubelten die Blauweißen dann über den vermeintlichen Siegtreffer, doch das Tor von Dag zählte nicht, da er den gegnerischen Torwart zu hart anging. So blieb einem tollen Comeback unserer Ersten das Sahnehäubchen versagt, doch die Moral stimmte. Anders als die ersten zwanzig Minuten, die sich am kommenden Sonntag daheim gegen den Tabellenzweiten SF Stuckenbusch II besser nicht wiederholen sollten.

Post I:
Röhse – Flüchter, Tilly, Wintermeyer, Kollwitz – Grüneberg, Klaus, Akyildiz, Dag – Winkler, Halbig – Palmhof, Knopik

Im direkten Vorspiel war vor allem eins im Spiel: Farbe. Gleich drei Platzverweise gegen unsere Zweiten dezimierten die Reihen der tapfer kämpfenden Truppe nachhaltig. Dabei begann das Spiel in Abwesenheit von Coach Thomas Höhn, den Kapitän Christoph Aberle an der Linie vertrat, vielversprechend: Zwei gute Chancen ließ Tolga Hamarat liegen (10./16.), einen “Fallrückzieher” von Sven Schmülling kratzte der Gästekeeper aus dem Winkel (20.). Der favorisierte Tabellendritte schüttelte sich aber nur kurz und kam durch einen trockenen Schuß ins rechte Eck zur etwas schmeichelhaften Führung (21.). Doch mit dem 0:2 in der 28. Minute übernahmen die Hertener Gäste dann endgültig das Kommando. Bei einer scharfen Hereingabe stand ein Angreifer von Westfalia Langenbochum IV goldrichtig am Fünfer frei und hatte keine Mühe zu vollenden. Bis zur Pause tat sich dann wenig, lediglich Harun Göktas – Leihgabe aus der Ersten – brachte Farbe ins Spiel: Gelbrote Karte nach wiederholtem Foulspiel (45.).

Auch die zweite Halbzeit begann mit einem Platzverweis, diesmal glatt Rot gegen Tolga Hamarat, der sich nicht beherrschen konnte und zu einer Tätlichkeit hinreißen ließ (52.). In doppelter Unterzahl waren es dennoch die Postler, die den ersten Offensivakzent im zweiten Durchgang setzten, doch Max Diekhöfer vergab frei vor dem Tor mit einem überhasteten Abschluß (56.). Natürlich waren die Langenbochumer nun drückend überlegen, doch das Post-Bollwerk hielt bis zum Ende toll dagegen und verhinderte ein Debakel. Lediglich die Treffer zum 0:3 nach einem Torwartfehler (60.) und 0:4 nach schöner Kombination (65.) musste die tapfer verteidigende Zweite noch hinnehmen. Da sich dabei eine ganze Reihe von gelben Karten ansammelte – wer hatte am Ende eigentlich keine? – war die Gelbrote Karte gegen Dominic Ortmann in der Schlußphase kaum zu verhindern (86.). In der kommenden Woche wird es nun eng für die Höhn-Elf gegen SW Meckinghoven II, denn neben den gesperrten Akteuren verletzte sich Torjäger Diekhöfer an der Leiste. Doch die kämpferische Leistung und die Moral stimmten – weiter so!

Post II:
Kaluza – Schuwakow, Neumann, Lenger – Ortmann, Bockhoff, Hamarat, Göktas, Schmülling – Kremer, Diekhöfer – Feller, Trogant

Besser machte es im ersten Spiel des Tages unsere Damenmannschaft, die sich mit einem 3:0 gegen Adler Weseke ihren ersten Pflichtspielsieg sichern konnte! Heldin des Tages war dabei die erfahrene Ebru Altinok, die schon in der Jugend bei Blauweiß spielte und nun mit ihrer Erfahrung eine ganz wichtige Figur in der neuen Postler Damenmannschaft ist. Nach einer Verletzung im ersten Spiel war ihr Comeback natürlich ein mehr als gelungenes! Anders als in der Vorwoche, wo das Trainerduo Ulf Vogt und Stefan Ressler noch mangels Masse dem FC Erkenschwick absagen mussten, standen dreizehn Spielerinnen zur Verfügung und die waren gleich richtig gut im Spiel, hatten mehr Ballbesitz und zeigten schöne Ansätze im Spiel nach vorne. Lediglich ein Manko begleitete das gesamte Spiel: Die Blauweißen ließen zu viele Zuspiele in die Spitze zu und profitierten extrem von ihrer bärenstarken Torfrau Ricarda Welke und der Abschlußschwäche der Gäste aus dem Borkener Raum. Selbst nach der Führung durch Altinok, die nach einem schönen Steilpaß in das Sturmzentrum ein kleines, aber feines Solo halbhoch im linken Eck unterbringen konnte (25.), sorgte die weit aufgerückte Hintermannschaft der Postler stets für gefährliche Stiche der Gäste.

Im zweiten Durchgang beruhigte Altinok dann mit ihrem zweiten Treffer Mitspielerinnen, Trainerteam und Zuschauer, als sie erneut mit einer schönen Einzelleistung die Führung auf 2:0 ausbauen konnte (55.). Endgültig war dann der Deckel drauf, als Altinok sich nach einem toll kombinierten Angriff erneut im Strafraum durchtanken und das alles entscheidende 3:0 erzielen konnte (70.). Weseke war jedoch immer wieder gefährlich und brachte sich mit einem Pfostenschuß noch einmal in Erinnerung (73.), doch letztlich blieben ihre Bemühungen vergeblich – heute sollten sie keinen Treffer mehr erzielen. Auf der Gegenseite vergab dann Altinok in der Schlußphase gar noch ihren lupenreinen Hattrick (82.), aber das nahm ihr natürlich keiner mehr übel. Die Freude am Ende war riesengroß, denn mit dem Sieg war das nagende und für Diskussionen sorgende personelle Problem der Vorwoche zumindest vorerst vergessen und zwei Teams in der Tabelle hinter sich gelassen. So darf das gerne weitergehen – mit mehr Damen beim Training, bitteschön!

Post Damen:
Welke – Bruns, Tasche, Mysior, Joemann – Altinok, Weiß, Ulbricht, Cornelius – Schliwa, Krebs – Kauert, Hoche

Heißer Endspurt der Ersten, Zweite hadert mit der Chancenverwertung

“Siebzig Minuten war das totaler Mist, was die Mannschaft gespielt hat”, bilanzierte Betreuer Rüdiger Melchertsen am Tag danach. Doch die verbliebenen zwanzig Minuten reichten aus, um bei Schlußlicht Wacker Süd drei Punkte einzufahren. Mit 5:0 wurde das Ergebnis am Ende sogar noch deutlich, wobei die benannten siebzig Minuten für manch einen Zornesausbruch an der Linie gesorgt haben dürften. So lange hielt das ersatzgeschwächt gerade mal mit elf Akteuren angetretene Schlußlicht ein 0:0 gegen das Team von der Langen Wanne und erst im Endspurt platzte der Knoten: Viermal Christoph Winkler und einmal Marvin Kollwitz trafen für die Mannschaft von Eddy Arnts und Markus van Dunderen, um eine kleine Blamage zu verhindern. Damit steht unsere Erste Mannschaft nun auf Platz neun und hat am Sonntag im Heimspiel gegen den Drittletzten SG Suderwich II gute Chancen, weiter Druck auf Platz sieben aufzubauen. Dafür muss jedoch eine Leistungssteigerung her!

Post I:
Leider keine Aufstellung bei www.fussball.de

Die Zweite Mannschaft trat derzweil beim SV Bossendorf III an und musste sich am Ende mit 1:3 geschlagen geben. Besonders bitter: Es waren erst die Punkte fünf bis sieben für den Halterner Ligakonkurrenten. Statt ein wenig nach oben zu schielen, dürfte der Zug für das Team von Thomas Höhn nun in jeglicher Richtung abgefahren sein. Dabei begann die Partie für die Blauweißen nahezu optimal – hätte Max Diekhöfer in der ersten Minute nicht am leeren Tor vorbeigeschossen. Es sollte nur der Auftakt für eine horrende Chancenverwertung sein, die am Ende einen vergebenen Strafstoß, einen Latten- und Pfostentreffer sowie viele nicht optimal ausgespielte Angriffe in Strafraumnähe und vergebene Topchancen beinhaltete. Unterm den Strich machten die Gastgeber aus ihren wenigen Möglichkeiten deutlich mehr und profitierten dabei auch von Postler Pech, so zum Beispiel beim 0:2 in der 54. Minute – Bossendorf war kurz vor der Pause in Führung gegangen (41.) – als Norman Palmhof den Ball unhaltbar für Keeper Denis Kaluza abfälschte. Nach dem Anschlußtreffer von Max Diekhöfer, der an der Sechzehnerkante frei zum Abschluß kam (63.), drückte unsere Zweite noch einmal mit vier Stürmern kräftig auf’s Gaspedal, vergab oben genannten Strafstoß durch Diekhöfer und kam zum Lattenknaller von Palmhof, doch am Ende setzten die Bossendorfer den entscheidenden Konter zum umjubelten Sieg (83.). Der Rest der Spielzeit plätscherte dann dahin, ohne noch einmal für Spannung zu sorgen. Am Sonntag gastiert an der Langen Wanne dann Westfalia Langenbochum IV – da dürfte sich die Höhn-Elf wieder mehr auf die Defensive konzentrieren müssen.

Post II:
Kaluza – Schuwakow, Dahl, Palmhof – Feller, Zimmermann, Lenger, Bas, Halbig – Schmülling, Diekhöfer – Trogant, Kauert, Kügler

Erste punktet dreifach gegen schwaches Hochlarmark II

Eine Woche nach der bitteren Niederlage bei GW Erkenschwick II konnte unsere Erste Mannschaft diesmal einen Ein-Tor-Vorsprung über die Zeit bringen, wurde dabei aber von Preußen Hochlarmark II auch kaum gefordert. Dabei standen die Voraussetzungen für einen Dreier auf blauweißer Seite gar nicht so gut, denn mit Christoph Winkler (beruflich verhindert) und Ardian Shala (Hüftverletzung) fehlten beide Stürmer und auch die Ausfälle von Laurin Grüneberg (Mandelentzündung) und Dogan Dag (Fußverletzung) waren nicht gerade hilfreich. Insgesamt baute das Trainerduo Eddy Arnts und Markus van Dunderen gegenüber dem Spiel am Nussbaumweg gleich viermal um: Lukas Röhse, Marvin Kollwitz, Christoph Wintermeyer und überraschend Thomas Höhn als Stoßstürmer begannen für Daniel Herzmann, Sven Knopik, Shala und Winkler. Gerade die Viererkette wurde innen komplett ummodelliert – anstelle von Kamberi und Knopik standen Wintermeyer und Marcel Tilly im Zentrum – von den Preußen jedoch über den gesamten Spielverlauf kaum gefordert.

Neu formiert begann das Spiel sehr zäh. Beide Teams, im Mittelfeld der Tabelle platziert, tasteten sich ab. Die erste Offensivaktion der Gastgeber hätte jedoch schon zur Führung reichen müssen: Ahmet Akyildiz bediente im Strafraum Kerem Kocagöz, der hervorragende Übersicht bewies und Höhn am Elfmeterpunkt bediente. Doch der Coach der Zweiten Mannschaft überlegte – und das war sein Fehler. Statt das Leder einfach am Keeper vorbeizuschieben, schoß er ihn an und schlug anschließend ungläubig die Hände über dem Kopf zusammen (15.). Doch wenige Minuten später machte es Agim Kamberi besser, als er einen tollen Lupfer in den linken Giebel des Preußen-Tores zur Postler Führung platzierte (21.). Auf beiden Seiten passierte dann wenig, die Partie wurde stattdessen hart und durch viele Nickligkeiten geprägt, bei denen ein härter durchgreifender Schiedsrichter sicherlich für personelle Reduzierung gesorgt hätte.

So spielten alle zweiundzwanzig Akteure auch noch in Durchgang zwei – und bis zum Ende, soviel vorneweg. Doch das Spiel wurde noch mässiger und litt dann auch noch unter einem massiven Wolkenbruch, der das Fußballspielen auf dem Ascheplatz noch schwieriger machte. Viele Freistöße und Spielunterbrechungen taten ihr übriges, dass das Spiel zu keiner Zeit mehr richtig spannend wurde. Nur einmal musste Röhse zur Stelle sein, doch seine Glanzparade galt einem Schuß der wohl ohnehin vorbeigegangen wäre. Auf der Gegenseite scheiterte Daniel Klaus noch vollkommen unbedrängt im Strafraum, mehr gab es nicht zu berichten. Eddy Arnts war hinterher zufrieden, vor allem mit der ersten Halbzeit, in der sein Team taktisch sehr gut gespielt hatte. Die zweite Hälfte gefiel ihm weniger, denn sein Team machte dort einfach zu wenig aus den sich bietenden Räumen. In der kommenden Woche geht es nun gegen Schlußlicht Wacker Süd darum, sich endgültig aller Abstiegssorgen zu entledigen und Druck auf Platz sieben aufzubauen, den derzeit der sonntägliche Gegner aus Hochlarmark belegt.

Post I:
Röhse – Flüchter, Wintermeyer, Tilly, Busch – Klaus, Kamberi, Kollwitz, Akyildiz, Kocagöz – Höhn – Knopik, Hamarat

Die Postler Reserve hatte es im Vorspiel mit dem Tabellendritten DTSG Herten II zu tun und war daher Aussenseiter. Doch Coach Thomas Höhn war überzeugt, dass heute einiges drin sein würde “wenn wir lange die Null halten”. Besondere Schwierigkeit versprach jedoch die Tatsache, dass die Hertener Gäste zuletzt ihr Team eins abgemeldet haben und die Zweite daher personell aufpeppen konnten. Doch die personell ebenfalls nicht wohlgelittene Reserve von der Langen Wanne, die ohne Unterstützung aus der Ersten auskommen musste, entlockte ihrem Coach am Ende ein dickes Lob “Ihr habt klasse gespielt, ich bin stolz auf euch!”. Denn verloren hatte sein Team nur durch Pech, auch wenn natürlich Offensivaktionen Mangelware waren. Das Spiel begann vielversprechend und mit einem Schock zugleich, als Stürmer Max Diekhöfer einen Kopfball knapp über die Latte setzte, dabei aber mit seinem Gegenspieler so unglücklich kollidierte, dass er ein dickes Veilchen davontrug. Doch der Torjäger der Zweiten stand schon wenige Minuten später wieder auf dem Platz.

Der Favorit machte nun das Spiel, war aber in seinen Torabschlüssen zu ineffektiv und verhakte sich immer wieder in den Klauen einer intensiv kämpfenden und wenig Raum lassenden Postler Mannschaft. Die Reserve von der Langen Wanne ging tatsächlich mit einem durch die kämpferische Einstellung verdientem 0:0 in die Kabine, musste aber kurz nach Wiederanpfiff einen Nackenschlag hinnehmen: Keeper Denis Kaluza parierte zunächst einen Schuß der Gäste klasse, doch den Nachschuß fälschte Özkan Lenger unhaltbar für seinen Schlußmann ab. Als der ansonsten richtig gute Schiedsrichter wenige Minuten später bei einem Zweikampf im Strafraum auf Strafstoß entschied, bei dem sogar der gegnerische Trainer sagte “das war keiner”, war das Spiel entschieden – 0:2. Die Hertener, übrigens – und das muss mal gesagt werden, da es in der Diskussion oft anders wahrgenommen wird – über die volle Spielzeit eine absolut faire und sportliche türkische Truppe, brachten die Führung ohne Probleme über die Zeit, da die auf dem Zahnfleisch kriechenden Postler einfach nichts mehr entgegensetzen konnten.

Unter dem Strich aber ein tolles Ausrufezeichen der Höhn-Elf, die trotz aller personellen und fitnessbedingten Probleme klasse kämpfte und nur durch zwei blöde Treffer gegen den neuen Tabellenzweiten unterlag. Bevor es nun in der kommenden Woche zum Drittletzten SV Bossendorf III geht, hat sich das Team einen trainingsfreien Derbydienstag ehrlich verdient. Dann sollen drei Punkte folgen, um im direkten Vergleich mit den Tabellennachbarn noch Platz zehn zu erreichen – was nach all den Jahren auf den unteren Plätzen ein super Endergebnis wäre. Mal schauen, ob es klappt!

Post II:
Kaluza – Feller, Schuwakow, Lehmann – Zimmermann, Neumann, Bockhoff, Lenger, Halbig – Dieckhöfer, Schmülling – Trogant, Kauert, Sabi

Happy Birthday, Rüdiger!

Neben dem Spielbetrieb am heutigen Sonntag stand natürlich eine Person im Mittelpunkt, die an der Langen Wanne sonst eher im Hintergrund aktiv ist. Unser Platzwart und gute Seele Rüdiger rundet: 60 Jahre!


Wir gratulieren im Namen des Sportvereins herzlich zum runden Wiegenfeste und wünschen dir, lieber Rüdiger, noch viele tolle und ereignisreiche Jahre an der Langen Wanne! Bleib so wie du bist, dein Engagement für den Verein ist gar nicht hoch genug einzuschätzen!

Die liebe Nachspielzeit

Zwei Jahre ist es her, seinerzeit ging es noch in der Kreisliga A um Punkte, da vergab die Erste Mannschaft der Spielvereinigung Blau Weiß Post in der Nachspielzeit einen ganz wichtigen Dreier. Damals schlug in der 95. ein Kopfball ein, der den gastgebenden Grünweißen aus Erkenschwick einen Last-Minute-Punktgewinn bescherte. Heute ging es für das Team von Eddy Arnts und Markus van Dunderen wieder an den Nussbaumweg – mit einem Kopfballtor in der Nachspielzeit…

Das Spiel begann gut für die Blauweißen, auch wenn das Spieltempo den Trainern zu langsam und einige Abspielfehler im neuen System mit Viererkette für hektisches Durchatmen sorgten. Keine zehn Minuten waren gespielt, da traf Marcel Tilly für Post bereits ins Netz, jedoch aus Abseitsposition. Besser machte er es weitere zehn Minuten später: Ardian Shala servierte einen Freistoß von halblinks auf den zweiten Pfosten, wo Tilly das Leder zur Postler Führung über die Linie bugsieren konnte (20.). Grünweiß – diesmal die Reserve in der Kreisliga B – hatte Mühe mit dem körperbetonten Spiel der Postler und kam wenig zur Geltung. Dennoch gelang noch vor der Pause der Ausgleich: Nach einem Einwurf setzte sich ein Heimakteur auf der rechten Postler Abwehrseite durch und flankte auf seinen völlig frei und möglicherweise im Abseits stehenden Mittelstürmer, der den Ball nur noch einnicken musste (36.).

Nach dem Seitenwechsel kam die Elf von der Langen Wanne immer besser ins Spiel und folgerichtig auch zur erneuten Führung. Ardian Shala traf nach schönem Zusammenspiel mit Christoph Winkler zum verdienten Führungstreffer (53.) der Gäste. Grünweiß bemühte sich nun um Chancen, blieb aber ein ums andere Mal in der Postler Defensive hängen. Die Begegnung wurde zunehmend hektischer und nickliger, bescherte den Postlern aber tolle Kontermöglichkeiten. Doch entweder kam der letzte Pass nicht oder es lagen Abseitspositionen vor. Coach Arnts reagierte mit vielen Wechseln, um Zeit von der Uhr zu nehmen, doch der Schiedsrichter folgte seinen Anweisungen und legte gleich sieben Minuten Nachspielzeit drauf. Anstatt mit einem 3:1 oder 4:1 den verdienten Sieg nach Hause zu schaukeln, begann das zuvor gut verteidigende Post zu schwimmen – und verlor das Spiel aus der Hand. Einem platzierten Flachschuß zum 2:2 (93.) ließen die Hausherren sogar in der 97. Minute das 3:2 folgen, als ein Freistoß genau den Kopf eines Grünweißen fand.

Das Postler Trainerduo war nach dem Abpfiff stinksauer ob der ausgelassenen Chancen. “Wir sind selbst Schuld, wir haben vier glasklare Konterchancen bei denen wir einfach zu blöd sind, um das Ding hier zu entscheiden.”, mochte sich Arnts kaum noch beruhigen. Wohlwahr, seine Truppe brachte sich heute selbst um einen richtig tollen Rückrundenauftakt. Dennoch kann man auf der Begegnung aufbauen, denn im neuen System war plötzlich viel mehr Struktur und Kommunikation auf dem Platz zu erkennen. Und da nach unten und oben nichts mehr passieren dürfte, ist der Zeitpunkt der Umstellung natürlich optimal. Am kommenden Sonntag gegen Preußen Hochlarmark II hat die junge Post-Elf – bei der mit Rückkehrer Harun Göktas, Yasin Bas und Kerem Kocagöz drei Neuzugänge im Kader standen – die nächste Chance auf einen Dreier!

Post I:
Herzmann – Flüchter, Knopik, Kamberi, Busch – Grüneberg, Klaus, Tilly, Kocagöz – Winkler, Shala – Wintermeyer, Bas, Göktas

Die Postler Reserve verlor unterdessen beim SuS Polsum II mit 0:5.

Post II:

Kaluza – Ortmann, Schuwakow, Feller – Lenger, Halbig, Zimmermann, Aberle, Hamarat – Schmülling, Diekhöfer – Trogant, Kügler

“Eine gute Idee”

Eigentlich ist an diesem Vormittag alles wie an vielen Spieltagen zuvor auch: Die F-Junioren der Spvgg. Blau-Weiß Post treffen auf den Sickingmühler SV. Auf dem Spielfeld nebenan stehen sich die Zweitvertretung des Klubs von der Langen Wanne und der Sportfreunde Stuckenbusch gegenüber. Dass jemand fehlt, fällt auf den ersten Blick nicht auf: Schiedsrichter.

Viele junge Fußballer und kein Schiedsrichter/Spielleiter: Die F-Junioren von Blau-Weiß Post und des Sickingmühler SV spielen in einer Staffel, in der der Fairplay-Modus getestet wird.

Spielleiter sind auch nicht vorgesehen. Der Fußballkreis RE testet in einigen G- bis E-Jugend-Staffeln den sogenannten Fairplay-Modus. Die der Blau-Weißen und Stuckenbuscher gehört dazu. Ob mit oder ohne Spielleiter, der Ball rollt auf jeden Fall. Auf beiden Feldern liefern sich die Teams einen offenen Schlagabtausch. Rollt der Ball ins Aus, gibt es keine Diskussionen, wer den Einwurf hat. „Die Fußballer bekommen ihr Spiel zurück“, findet Dennis Seidel, Trainer der Stuckenbuscher F2-Junioren, und bewertet den Fairplay-Modus als „gute Idee“.

Tom Pieper, der mit Dirk Kranich die F1 der Spvgg. Blau-Weiß Post trainiert, achtet als Spielbegleiter auf die Einhaltung der Fußball-Regeln. Bei Fouls unterbricht er die Partie und erklärt den jungen Fußballern, was sie falsch gemacht haben. Als sich zwei Kontrahenten ein kleines Gerangel liefern, schimpft Pieper: „Das machen die in der Bundesliga – wir nicht.“

Das Meiste klären die Junioren unter sich. So wie in der Schlussphase, als dem 4:2 für Post I ein Handspiel vorausgegangen ist. Darauf weist Sickingmühle hin –  das Tor zählt nicht. Wie ohnehin die Ergebnisse der Junioren nicht gewertet werden.

Vor der Einführung des Fairplay-Modus haben Vertreter der Jugendfußball-Abteilungen über das Für und Wider diskutiert, erklärt Thomas Kauert. Auch der Jugendleiter von BW Post ist hin- und hergerissen. „Ein Nachteil ist es, dass wir weniger Anweisungen geben sollen. Das ist gerade bei den Jüngsten oder Anfängern noch wichtig.“

Dennis Seidel hat versucht, sich zurückzuhalten, doch das habe zu einem Tohuwabohu auf dem Feld geführt, verrät der Stuckenbuscher Coach. Tom Pieper räumt währenddessen ein, dass er noch lernen muss, sich zurückzunehmen; „Wir waren noch viel zu laut.“

Alle Trainer begrüßen, dass Eltern nicht mehr direkt am Spielfeldrand stehen dürfen, sodass sich die jungen Fußballer auf ihr Spiel konzentrieren können .„Die Jungs sollen  vor allem Spaß am Fußball haben“, sagt Tom Pieper. Dennis Seidel begrüßt, dass die Kreativität der Junioren gefördert wird.

[RZ-Online, 12.03.2014 - Text & Photo: Meike Holz]

Jugendspiele am Wochenende

Morgen geht es wieder los: Auch im Jugendfußball rollt der Ball wieder an der frischen Luft! Und zum Beginn der Rückrunde erwartet uns an der Langen Wanne ein Großkampftag. Sechs von sieben Jugendteams – und damit vier mehr als in der Hinrunde – sind am Samstag aktiv, lediglich der E-Jugend-Jungjahrgang hat noch ein paar Tage länger Zeit.

Minikicker (beide 10 Uhr Anstoß):

Spvgg. Blau Weiß Post I vs. SV Horneburg

Spvgg. Blau Weiß Post II vs. SV Bossendorf

F-Jugend (beide 11 Uhr Anstoß):

Spvgg. Blau Weiß Post I vs. Sickingmühler SV

Spvgg. Blau Weiß Post II vs. SF Stuckenbusch II

E-Jugend (Anstoß 12.15 Uhr):

Spvgg. Blau Weiß Post I vs. SV Vestia Disteln

Spvgg. Blau Weiß Post II vs. FC Erkenschwick II (verlegt)

D-Jugend (Anstoß 13.15 Uhr):

Spvgg. Blau Weiß Post vs. SG Hillen

Wir würden uns über euren Besuch an der Langen Wanne freuen!

Eine neue Ära?

Historischer Moment: Zum ersten Damenteam BW Posts seit einem Jahrzehnt gehören Trainer Ulf Vogt, Vivian Weiß, Theresa Plumpe, Sandra Gunia, Bianca Werblinski, Margaritha Mysior, Lina Krebs, Viktoria Cornelius, Vanessa Weichler, Co-Trainer Stefan Ressler (hintere Reihe, v.l.), sowie Ebru Altinok, Katharina Wehner, Vanessa Tasche, Nadja Bruns, Ricarda Welke

Ein wenig angespannt ist Ulf Vogt vor Anpfiff. Wie würde sein Team wohl auftreten? Nach einer durchwachsenen Vorbereitung kann er das schwer einschätzen. Die Partie gegen den FC Rhade II ist ein paar Minuten alt, da ist Ulf Vogt schon um einiges schlauer: Es steht noch viel Arbeit an.

Das Ergebnis (0:5) war am vergangenen Sonntag erstmal zweitrangig. Denn erstmalig seit über einem Jahrzehnt geht wieder eine Frauenmannschaft unter der Fahne BW Posts an den Start.

Bei Anpfiff fühlte sich so mancher Nostalgiker wieder an glorreiche Zeiten zurückerinnert. Als die Blau-Weißen Vorreiter in Sachen Frauenfußball waren und als erster Recklinghäuser Klub eine Frauen-Abteilung etablierte. 2003 folgte der Triumph im Westfalenpokal, bevor sich die Abteilung zum heutigen 1. FFC Recklinghausen in die Selbständigkeit begab.

Optimistisch ist der neue Trainer Ulf Vogt, die verloren geglaubte Tradition an der Langen Wanne wiederbeleben zu können: „Wir möchten behutsam wieder den Frauenfußball an der Langen Wanne fördern, um längerfristig eine gute Kreisliga-Mannschaft zu stellen.“ Gute Voraussetzungen sind vorhanden für das ambitionierte Ziel. Aufgrund vereinsinterner Differenzen ging die Damenmannschaft des FC Erkenschwicks in die Brüche. Über Katja Kauert ist dann der Kontakt zu BW Post entstanden. Ihr Mann Thomas ist Jugendleiter an der Langen Wanne und zeichnet sich federführend in Sachen Frauenfußball. Vogt heuerte an und brachte gleich einen Großteil seiner Spielerinnen mit. „Es war eine schöne Zeit beim FC 26, doch jetzt beginnt eine neue Ära“, freut sich Vogt auf neue Aufgaben.

Für die Meisterschaftsrunde setzt er auf eine Mischung aus Elan und Erfahrung – von 17 bis 32 reicht die Alters-Bandbreite. „Es ist wichtig, dass die erfahrenen Spielerinnen die Jüngeren mitziehen“, erklärt Vogt das Konzept.

Die Vorbereitung lief schleppend an: Aufgrund von beruflichen Verpflichtungen, sowie Verletzungspech war es schwer sich einzuspielen. Zudem fielen zwei Testspiele aus. So verwundert das 0:5 zum Pflichtspielauftakt in der Kreisliga B nicht. Vogt weiß das Resulut aber einzuschätzen: „Ich habe eine gute kämpferische Leistung gesehen. Am Ende fehlte die Kraft und auch die Wettkampfpraxis.“ Vogt sieht noch Handlungsbedarf: „Zwei, drei Spielerinnen würden uns gut tun, um noch konkurrenzfähiger zu sein.“

Interessierte Spielerinnen sind herzlich zu den Trainingseinheiten montags, mittwochs und freitags (jeweils ab 19 Uhr) auf der Bezirkssportanlage an der Langen Wanne eingeladen. Infos gibt es auch bei Trainer Ulf Vogt (tel. 0177 / 5 55 91 33).

[RZ-Online, 25.02.2014, Text & Photo: Johannes Fiekens]

Pflichtspiel-Comeback der Postler Damen mißglückt

Nach etwas mehr als zehn Jahren Damenfußballpause an der Langen Wanne – zumindest was eine eigene Mannschaft unter dem Banner Spielvereinigung Blau Weiß Post angeht – fand heute das erste Pflichtspiel des im Herbst bei Blauweiß neuformierten Teams nach zehn Jahren Pause statt. Natürlich war klar, dass im Vergleich zu 2003, als sich die Erste Damen als Westfalenpokalsieger zum neugegründeten 1. FFC Recklinghausen verabschiedete, deutlich kleinere Brötchen gebacken werden würden, denn das Team von Ulf Vogt und Stefan Ressler startet komplett neu in der untersten Liga. Dennoch war es ein schöner Moment, als um 14:58 Uhr zum ersten Mal seit Sommer 2003 ein Damenpflichtspiel angepfiffen wurde, denn Frauen- und Mädchenfußball bei Blauweiß hat eine lange Tradition. 1972 wurde die erste Mannschaft an der Langen Wanne formiert, und damit noch deutlich vor der gesellschaftlichen Akzeptanz der jungen Sportart. Leider misslang der Start in die neue Ära am Ende deutlich – 0:5 gegen den FC Rhade II.

Die Gäste aus dem Borkener Raum reisten mit drei Spielerinnen aus dem Westfalenligakader an, so dass sich rasch ein einseitiges Spiel entwickelte. Die Vogt-Elf hielt im Rahmen ihrer Möglichkeiten dagegen, konnte sich aber nur selten in die Rhader Hälfte spielen und kam oftmals nicht entschieden und konzentriert zum Abschluß. Im Mittelpunkt stand daher schnell die starke Postler Torfrau Ricarda Welke, die schon nach zehn Minuten erstklassig parieren und einen gefährlichen Schuß zur Ecke lenken musste. Die erste Postler Gelegenheit hatte auf der Gegenseite Katharina Wehner, die nach einem schnell ausgeführten Freistoß von Ebru Altinok-Ulas in den gegnerischen Sechzehner eindrang, die gegnerische Torhüterin jedoch mit einem Schüßchen nicht in Schwierigkeiten bringen konnte (17.). Auf der Gegenseite setzte Rhade durch sein starkes und durch die Westfalenligakickerinnen aufgewertetes Mittelfeld immer wieder Nadelstiche und war dominant, verpasste jedoch eine frühe Führung durch fehlendes Zielwasser (21./28.) oder scheiterte an Welke im Postler Kasten (32.). Beim 0:1 war diese dann jedoch machtlos, als eine Rhader Spielerin frei vor dem Tor verwandeln konnte (34.). Da Welke jedoch in der 37. Minute noch einmal kraftvoll zupackte blieb es beim 0:1 zum Pausentee.

Im zweiten Durchgang ereignete sich zunächst wenig, doch dann machten die Gäste mit dem 0:2 den Deckel auf die Partie, als sie sich einen schönen Treffer im Strafraum herausspielten (55.). Zwar strahlte Post mit der eingewechselten Lina Krebs nach vorne mehr Gefahr aus, doch zu oft stand die junge Angreiferin einen Tick im Abseits oder wurden von den erfahrenen Abwehrspielerinnen der Gäste klassisch abgekocht. Aus abseitsverdächtiger Position legte Rhade dann das 0:3 nach und schaltete fortan ein wenig zurück (66.), ohne jedoch das Heft des Handelns aus der Hand zu geben. Beim 0:4 machte Welke ihren einzigen kleinen Fehler, als sie zu weit rausrückte um einer Abwehrspielerin zu helfen. Beide wurden ausgespielt und das Leder landete im freien Kasten der Blauweißen (79.). Die beste Chance zum Ehrentreffer hatte schließlich Theresa Plumpe, doch ihren nicht ganz platzierten Schuß parierte die kaum geprüfte Rhader Torfrau mit ein wenig Glück (87.). Im direkten Gegenzug nutzten die Gäste dann die durch die aufgerückten Postler entstandenen Freiräume zum 0:5-Endstand, der am Ende auch in Ordnung ging.  Post-Coach Ulf Vogt haderte derweil mit den drei eingesetzten Westfalenligakickerinenn, wohlweislich dass das von den Regularien her einwandfrei war. Aber der Anfang ist gemacht, es kann und wird besser werden!

Post Damen:
Welke – Tasche, Werblinski, Mysior, Weichler – Gunia, Cornelius, Plumpe, Altinok-Ulas, Wehner, Weichler – Weiß – Kauert, Krebs, Bruns