Post-Löwen sehen Postler Doppelerfolg

Zurück an der Langen Wanne: Der Fanclub “Post Löwen”

Vierzehn Jahre lang haben sie sich an der Langen Wanne kaum noch blicken lassen, zu tief saß der Stich des Oberliga-Rückzugs und der folgenden Insolvenz im blauweißen Fanclub “Post Löwen”. Heute waren sie da, angelockt von den jüngsten Ergeb- nissen und auf Initiative von “Bollek” Tenkhoff, stielecht mit Fanclub-Fahne und Schal. Und es hat ihnen gefallen, was sie gesehen haben, denn beide Postler Teams kamen heute zu verdienten Heimerfolgen im Derby gegen die SG Hillen. Besonders das satte 6:1 der Ersten Mannschaft machte Spaß, auch wenn der zweite Durchgang aufgrund des klaren Spielstands nur noch wenig Highlights bot. Ein Sieg für Markus van Dunderen, heute alleinverantwortlich für den privat verhinderten Eddy Arnts, wie Kapitän Christoph Wintermeyer betonte. Zu oft hatte diesen das Team in der Hinrunde im Stich gelassen, heute war ein guter Zeitpunkt für den Ex- und aktuellen Co-Trainer zu glänzen. Van Dunderen musste etwas umbauen, brachte mit Felix Busch, Ardian Shala und Uli Fretzen drei Neue im Vergleich zur Vorwoche. Sie ersetzten Florian Schulz, der heute auf der Bank Platz nahm, sowie die heute nicht anwesenden Michael Bickhove und Till Flüchter.

Kaum hatte das Spiel begonnen, da war es auch schon vorentschieden, denn dem Postler Kombinationsspiel der Anfangsphase hatten die Gäste vom Quellberg nichts entgegenzusetzen. So traf Shala nach vier Minuten zur frühen, beruhigenden Führung, kurz darauf konnte Dogan Dag auf 2:0 erhöhen (9.). Eine kurze Verschaufpause später war es Christoph Winkler mit einem Doppelpack nach Zusammenspiel mit Shala, der nach nicht einmal einer halben Stunde den Deckel auf die Partie setzte (18./26.). Die Hillener Gäste kamen nur selten in die Postler Hälfte und waren dann kaum gefährlich. Eine der vielen guten Postler Kombinationen schloß dann Marvin Kollwitz zur deutlichen 5:0-Pausenführung ab (35.). Keine Frage, der Drops war gelutscht, die zahlreichen Zuschauer zufriedengestellt oder enttäuscht und die Postler Löwen hatten sich ohne Zweifel das richtige Spiel für ihr Comeback ausgesucht.

Der zweite Durchgang war dann so, wie es bei früh entschiedenen Spielen oft vorkommt: Die einen brauchten nicht mehr, die anderen waren froh, dass es nicht noch übler wurde. Post spielte nun seine Angriffe nicht mehr konsequent durch, begann zu zaubern und wollte spielerisch zum Erfolg kommen. Chancen waren da, allein die Konsequenz im Abschluß fehlte nun. Die beste Postler Chance im ersten Teil des zweiten Durchgangs hatte Marcel Gringmuth, doch seinen Schuß nach schöner Ablage von Winkler konnte der Hillener Keeper aus dem Winkel kratzen (65.). Und die Rotweißen waren kurz darauf ihrerseits erfolgreich, als ein direkter Freistoß von Post-Schlußmann Lukas Röhse nich mehr entscheidend geklärt werden konnte (71.). Aber auch der Ehrentreffer konnte nichts mehr am Ausgang des Spiels ändern, das Team vom Quellberg war zu schwach, um noch einmal richtig zurückzuschlagen. Mit einem Seitfallzieher der Marke Traumtor erhöhte der eingwechselte Norman Palmhof gar noch auf 6:1 (86.) und Winkler hatte per Lupfer sogar das siebte Postler Tor auf dem Schlappen, doch der SG-Keeper rettete sein Team in höchster Not vor einem weiteren Nackenschlag (87.). Am Ende war es für alle Zuschauer, die es mit den Blauweißen hielten, ein gelungener Pfingstmontag! Am kommenden Sonntag soll dann bei Kültürspor Datteln II noch die 40-Punkte-Marke geknackt werden, um dann mit hoffentlich 30 Rückrundenzählern eine kaum erwartete zweite Saisonhälfte zu krönen.

Post:
Röhse – Busch, Klaus, Wintermeyer – Gringmuth, Grüneberg, Fretzen, Kollwitz (72. Schulz), Dag (72. Bastkowski) – Winkler, Shala (81. Palmhof)

Im Vorspiel zeigte bereits die Postler Reserve, dass sie auf einem guten Weg ist und – vorausgesetzt die Mehrheit der Spieler bleibt den Postlern auch 2013/14 treu – deutlich bessere Resultate einfahren kann, als es die Tabelle derzeit aussagt. Denn auch das Team von Thomas Höhn und Sven Schmülling spielt in der Rückrunde deutlich besser als im ersten Durchgang der Saison. So konnte heute mit einem verdienten 3:1 gegen die SG Hillen II der vierte Sieg in der zweiten Saisonhälfte eingefahren werden. Früh hatte Tolga Hamarat die blauweiße Reserve in Führung gebracht, als er einen Foulelfmeter – zuvor war Andre Schleep im Strafraum gelegt worden – sicher verwandeln konnte (5.). Die Gäste vom Quellberg schlugen zwar mit einem Kopfballtor nach Ecke zurück (12.), doch nach einem schönen Lauf über die linke Außenbahn konnte Schleep kurz darauf seine Farben erneut in Führung schießen (19.). Das Spiel wurde nun zunehmend ausgeglichener, doch beide Teams geizten mit Torabschlüssen.

Nach der Pause blieb es ebenfalls lange ruhig, bis sich der Schiedsrichter entschloss, etwas Farbe ins Spiel zu bringen. Zunächst erwischte es den eingewechselten Postler Marlon Fröse, der nach einem Halten am Hals des Gegenspielers eine harte, aber regulär vertretbare Rote Karte sah (76.). Doch die Überzahl konnten die Hillener Gäste nicht lange genießen, denn auch ein Akteur aus ihren Reihen musste wegen Nachtretens vom Platz (84.). Nach einer Ecke von Tom Reisich war es dann der ebenfalls eingewechselte Max Diekhöfer, der per Kopf das beruhigende und entscheidende 3:1 aus Postler Sicht erzielen konnte (87.). Für die Zweite Mannschaft endet die Saison am kommenden Sonntag mit einem Auswärtsspiel bei Concordia Flaesheim II. Und hoffentlich überlegen sich noch einige der potentiellen Abgänge ihre Entscheidung, denn das Team ist auf einem echt guten Weg!

Post II:
Rittner – Neumann (60. Fröse), Homann, Feller – Zimmermann, Reisich, Hamarat, Burzynski, Aberle – Schmülling (55. Diekhöfer), Schleep (70. Rafail)

Arbeitssieg statt Gala – Erste siegt 2:0 in Henrichenburg

Am Ende war es harte Arbeit auf einem grenzwertig bespielbaren Rasen, dem zu Beginn der zweiten Halbzeit auch noch ein intensiver Regenguss den Rest zu geben gedachte. Dabei hatte der Auftritt der Ersten Mannschaft der Spielvereinigung Blau Weiß Post im ersten Durchgang noch beeindruckt. Phasenweise sah der gastgebende TuS Henrichenburg II die Postler Hälfte minutenlang nur aus der Ferne und musste sich glücklich schätzen, nicht bereits beim Kabinengang derbe in Rückstand geraten zu sein. Doch die blauweiße Gala währte nur etwa eine Halbzeit lang, denn dann wurde das Wetter schlechter, der Gegner besser oder die eigene Leistung bescheidener – möglicherweise trifft auch eine Kombination aus allen Faktoren den Nagel auf dem Kopf. Trotzalledem: Drei Punkte sind auf der Habenseite gelandet, wieder wurde zu null gespielt und das ist alles, was am Ende zählt!

Personell mussten Eddy Arnts und Markus van Dunderen etwas basteln, da sowohl Abwehrtalent Felix Busch als auch der unter der Woche starke Denis Bastkowski nicht mitwirken konnten. Für sie rückten Florian Schulz und Marcel Gringmuth in die Startelf, die ansonsten in bewährter Formation und Taktik auflief. Gleich nach drei Minuten machten die Postler klar, wo der Hase heute lange Zeit langlaufen sollte, als Gringmuth eine Ecke von Michael Bickhove nur knapp am Henrichenburger Kasten vorbeinickte. Post spielte dominant, störte früh und nahm die schlechten Platzverhältnisse besser an als die Gastgeber. Der Ball lief gut in den eigenen Reihen und immer wieder kam es zu großen Chancen. Zunächst fiel Christoph Winkler das Leder im Strafraum vor die Füße, doch sein Schuß ging links vorbei (13.), dann drückte Dogan Dag eine weitere Bickhove-Ecke knapp über das gegnerische Tor (17.). Kurz darauf zwang Christoph Wintermeyer mit einem 30-Meter-Freistoß den starken Henrichenburger Torwart dazu, das Leder über das Tor abzuklatschen (25.). Post hatte Spiel und Gegner im Griff, doch auch Bickhove verzog freistehend nach herrlicher Schulz-Vorlage (29.). Zwei weitere Chancen boten sich dem frisch verabschiedeten Junggesellen kurz darauf, doch zunächst wurde sein Schuß gerade noch zur Ecke abgefälscht (33.), dann platzierte er einen Kopfball nach Gringmuth-Einwurf leider genau in die Arme des TuS-Keepers (35.). Die Gastgeber kamen lediglich zu einer guten Kopfballchance nach Eckstoß, die ein Angreifer jedoch am Kasten von Lukas Röhse vorbeiköpfte (38.). Nach einem halbwegs harmlosen Gringmuth-Schuß platziert auf den Schlußmann war Pause (41.) in einer Partie, die längst gelaufen sein musste.

Zum zweiten Durchgang wechselten Arnts und van Dunderen doppelt: Es kamen Ardian Shala und Uli Fretzen für den guten Schulz und den etwas unglücklichen Marvin Kollwitz – und es ging der Spielfluß. Die Partie wurde zunehmend zäher und der einsetzende Regen trug sein übriges dazu bei, dass die Begegnung abflachte. Post konnte nicht mehr so fein aufspielen, Henrichenburg verbiss sich in die Partie und setzte direkt eine Durftmarke, als ein strammer Schuß von halbrechts über den Postler Kasten pfiff (48.). Doch gerade in dieser Phase konnte das Team von der Langen Wanne binnen fünf Minuten die Partie entscheiden: Der eingewechselte Shala war der Abwehr auf rechts einteilt, flankte scharf auf den mitgelaufenen Bickhove, doch ein Henrichenburger Abwehrspieler war eher am Ball – und lenkte das Spielgerät unhaltbar ins eigene Netz (51.). Kurze Zeit später war es dann Kapitän Wintermeyer, der seinen frisch erworbenen Ruf als Freistoß-Ungeheuer erneut untermauerte und aus etwas mehr als zwanzig Metern das beruhigende 2:0 erzielte (56.). Mit der Führung im Rücken und dem Regen im Nacken verflachte das Spiel immer weiter. Einen kurzen Aussetzer von Röhse nutzten die Gastgeber fast zum Anschluß (61.), vorne scheiterten Grüneberg und Shala mit Distanzschüssen (72./75.). Doch auch wenn latent immer wieder Gefahr für die immer nachlässiger werdenden Postler drohte, die Gastgeber waren einfach heute nicht gut genug. Zweimal prüften sie noch Röhse, doch der konnte beide Male sicher zupacken (82./87.). In der Schlußminute erzielte Dag noch per Abstauber nach einem harten Shala-Schuß das vermeintliche 3:0, doch der gute Referee Mehmet-Akif Özdemir gab den Treffer wegen Abseits nicht (90.). Post gewann also nach sehr guter erster und mässiger zweiter Hälfte unter dem Strich hochverdient gegen den Tabellennachbarn und untermauerte vor dem Pfingstderby gegen die SG Hillen Platz acht.

Post:
Röhse – Gringmuth, Klaus, Wintermeyer – Bickhove (81. Palmhof), Grüneberg, T. Flüchter, Kollwitz (46. Fretzen), Schulz (46. Shala) – Dag, Winkler

Effektive Postler besiegen harmlose Suderwicher

In einem relativ unaufgeregten Vatertagsspiel kam die Erste Mannschaft der Spielvereinigung Blau Weiß Post zu einem klaren 3:0-Heimerfolg gegen die Zweitvertretung der SG Suderwich. Dabei konnte das Team von Eddy Arnts und Markus van Dunderen nicht in Bestbesetzung spielen. Es fehlten aus verschiedenen Gründen Marcel Gringmuth, Ardian Shala und Uli Fretzen, doch im Kern blieb das zuletzt etwas weniger glücklich agierende Team beisammen. Im Gegensatz zur Sonntagspleite beim FC/JS Hillerheide II rückten Marvin Kollwitz und Denis Bastkowski für Gringmuth und Norman Palmhof in die Startelf. Manch ein regelmässiger Zuschauer der Postler hätte sich eine ähnliche Effektivität vor Wochenfrist beim FC 96 gewünscht, denn viele Chancen brauchte das Team von der Langen Wanne im ersten Durchgang nicht, um den Gästen aus der Nachbarschaft schon mit dem Pausentee den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Es war ein mässiger Kick auf dem Postler Rasen, der im zentralen Bereich lange einer Moorlandschaft glich. Doch anders als die Zweitvertretung, die ihr Heimspiel auf Asche austragen musste, besserte sich das Wetter bis zum Anpfiff und machte die Spielfläche tauglich für Kreisliga-B-Fußball. Zunächst wollten beide Teams jedoch nicht so richtig, so dass erst in der 17. Minute etwas Leben in die Partie kam. Nach Suderwicher Foul gab es Freistoß für die Gastgeber, etwa zwanzig Meter vor dem Kasten der Gäste. Kapitän Christoph Wintermeyer lief an und versenkte das Leder mit der ersten Chance unten links im Surker Kasten. Spannend machte es auf der Gegenseite dann Post-Keeper Lukas Röhse, dem ein missglücktes Zuspiel beinahe um die Ohren flog. Doch die Grünweißen setzten das Leder an den Pfosten. Es blieb ihre einzige richtig gute Chance in Durchgang eins. Stattdessen blieb das Heimteam effektiv und machte aus ihren Chancen das Optimum. Nach einer halben Stunde hatte Kollwitz am Fünfmeterraum alle Zeit der Welt, konnte eine Flanke noch ohne Druck herunternehmen und überlegt zum 2:0 einschieben. Post blieb auch weiter in einem offenen Spiel kaltschnäuziger. Zwar verpasste Dogan Dag zunächst nach schönem Pass von Christoph Winkler in die Tiefe das 3:0 (43.), doch nur eine Minute später nahm der Vorlagengeber selbst den Ball nach schönem Zuspiel von der Grundlinie durch Till Flüchter mustergültig an und erhöhte doch noch vor der Pause mit einem strammen Schuß aus der Drehung, der unten rechts im Suderwicher Kasten einschlug.

Nach der Pause kamen die Gäste etwas auf und spielten die Postler ein ums andere Mal in deren Hälfte fest. Doch richtiger Druck wollte nicht aufkommen und das Spiel wurde daher auch nicht besser. Zwei kleineren Postler Chancen – Dag mit dem schwachen linken Fuß am Kasten vorbei (57.) und einem Winkler-Abschluß klar rechts daneben (58.), folgte ein Surker Versuch. Doch der Kopfball nach Eckstoß landete in den Armen von Post-Keeper Röhse (63.). Lediglich in der Schlußphase hatte Suderwich eine weitere dicke Chance, doch ein Gästespieler konnte das Leder aus spitzem Winkel zwar noch am herauseilenden Heimkeeper vorbeischieben, doch verfehlte der Ball auch das Tor um einige Zentimeter (87.). So blieb es bei einem unaufgeregten und früh ungefährdeten Erfolg der Ersten, den Coach Arnts so einfach nicht erwartet hatte: “Es war kein gutes Spiel, aber wir haben im Gegensatz zu Suderwich unsere Chancen genutzt. Die waren heute erschreckend harmlos.” Weiter geht es für die Elf von der Langen Wanne am Sonntag bei TuS Henrichenburg II, bevor es Pfingstmontag beim letzten Heimspiel gegen die SG Hillen geht. Auf das Abschlußspiel bei Kültürspor Datteln II hingegen hat keiner der Blauweißen Lust. “Hoffentlich steht das dann unter Kreisaufsicht nach all den Vorfällen in dieser Spielzeit”, war der Tenor im Team beim anschließenden Vatertagsbierchen. Ziel des Trainergespanns: Platz acht sichern!

Post:
Röhse – Busch, Klaus, Wintermeyer – T. Flüchter, Bickhove (60. Schulz), Grüneberg, Kollwitz, Bastkowski – Winkler (70. Palmhof), Dag

Im Vorspiel auf dem gut bespielbaren Roten Rasen verpasste die Postler Zweitvertretung mal wieder die Startphase der Begegnung und lag nach einer halben Stunde bereits 0:3 hinten. Am Ende stand – anders als am Sonntag beim SV Hullern, wo nach drei Toren von Andre Schleep mit 3:2 gewonnen werden konnte – gegen die Spielvereinigung Oberwiese kein erneuter Sieg des Teams von Thomas Höhn. Zwar konnte Tom Reisich den Ehrentreffer für Blauweiß erzielen, doch mit 1:4 ging das Spiel am Ende doch deutlich verloren. Das Saisonschlußprogramm sieht nun zunächst ein Gastspiel bei Eintracht Waltrop vor, bevor es daheim gegen die SG Hillen II und am letzten Spieltag auswärts gegen Concordia Flasheim II geht.

Post II:
Rittner – Neumann, M. Homann, Feller – Fröse, Kreppel (67. Rafail), Zimmermann, Hamarat, Reisich – Schleep, Schmülling (46. Diekhöfer (70. Kügler))

Post verpennt erste Halbzeit – 1:4 bei Hillerheide II

Ziemlich genau siebzig Minuten hatte der gastgebende FC/JS Hillerheide II gegen die Erste Mannschaft von der Langen Wanne alles im Griff und führte nach einer fürchterlich schlechten ersten halben Stunde der Gäste bereits souverän mit 3:0. Doch mit zunehmender Spieldauer wurde das Gästeteam von Eddy Arnts und Markus van Dunderen wacher, während die Heider nachlässiger wurden und fast eine Spur zu sehr auf Ergebnissicherung gingen. Zugegeben, es wäre schon Fußball paradox gewesen, wenn die Blauweißen am Ende noch einen Punkt mitgenommen hätten – doch in den letzten zwanzig Minuten der Partie lag sogar ein 3:3 noch im Bereich des Möglichen. Letztlich war der Sieg des Tabellenvierten mit 4:1 auch in der Höhe verdient und vor allem ein Resultat einer engagierten und fußballerisch hochklassigen ersten halben Stunde, in der die Postler nur hinterherliefen, nicht in die Zweikämpfe kamen und zu viele Bälle leichtfertig hergaben.

Im Vergleich zum Mittwochspiel brachten Arnts und van Dunderen Laurin Grüneberg für den privat verhinderten Marvin Kollwitz und Norman Palmhof für den arbeitenden Adrian Shala, tauschten also lediglich positionsgetreu aus. Doch wer nun hoffte, dass die Postler an der starken zweiten Halbzeit der Partie gegen den FC 96 II von Mittwoch ansetzen würden, der sah sich auf der sonnigen Maybacher Heide schnell enttäuscht. Zwar hatte Marcel Gringmuth für Blauweiß die erste Chance des Spiels (5.), doch schon im Gegenzug rappelte es im Kasten von Lukas Röhse, als ein trockener Rechtschuß in seinem linken unteren Eck einschlug (6.). Die Gastgeber setzten nach, schufen regelmässig Überzahlsituationen und profitierten von Deckungsfehlern und Ballverlusten der Postler. Ein vertändelter Ball von Till Flüchter kurz hinter der Mittellinie wäre so fast dem eigenen Team um die Ohren geflogen, doch nach Pass in die Tiefe verzog ein Heider Angreifer knapp unten rechts (13.). Zwei weitere gute Chancen später, einem etwas zu hoch angesetzten Freistoß (15.) und einem mit der Fußspitze noch gefährlich auf’s Postler Tor gebrachten Ball (20.), konnten die Gastgeber erneut jubeln. Zwar konnte Röhse den ersten Drehschuß aus kurzer Distanz noch abwehren, doch gegen den Nachschuß war er dann chancenlos (21.). Einem harmlosen Palmhof-Kopfball in die Arme des gegnerischen Torhüters (23.) schob das Heimteam gleich das 3:0 hinterher, als sie ein schönes Zusammenspiel aus abseitsverdächtiger Position gekonnt abschlossen (24.). Der Deckel schien früh drauf zu sein, Hillerheide nahm etwas den Fuß vom Gas und ließ die Postler bei weiteren Gelegenheiten leben (29./38.). Die Blauweißen kamen noch zweimal gefährlich vor den Heider Kasten, doch die Kopfbälle von Dogan Dag (38.) und dem eingewechselten Florian Schulz (44.) waren zu harmlos.

Die erste Gelegenheit in Durchgang zwei hatte dann Denis Bastkowski, der früh für Gringmuth gekommen war, doch er verzog aus halbrechter Position (47.). Die Gastgeber zielten in der Folge zweimal zu hoch (48./56.) und einmal musste Röhse gekonnt einen Flachschuß aus der linken Ecke fischen (61.). Aber spätestens mit dem Anschlußtreffer von Christoph Wintermeyer, der in der zweiten Halbzeit im Angriff agierte und mit einem kernigen Rechtschuß einnetzte (72.), kippte das Spielgeschehen zugunsten der Gäste. Keine zwei Minuten nach dem Treffer kam erneut Wintermeyer nach einer Flanke von Flüchter frei vor dem Heider Kasten zum Kopfball, doch das Leder segelte rechts am Tor vorbei (73.). Heide wirkte müde und zahlte Tribut für das zuvor extrem laufintensive Spiel, bei den Blauweißen drehten vor allem Grüneberg, Dag und Bastkowski auf. Während die Gastgeber bei zwei Entlastungsangriffen per Flachschuß in die Arme Röhses (78.) und per Freistoß über das Tor (80.) wenig Gefahr ausstrahlten, hätte es auf der Gegenseite Elfmeter geben müssen. Dag war im Strafraum schon fast seinem Gegenspieler enteilt, so dass dieser den Arm ausfuhr und den Postler Offensivspieler regelwidrig zu Fall brachte (81.). Doch die Pfeife des Referees blieb stumm. Kurz darauf konnte ein gefährlicher Schuß von Bastkowski aus halbrechter Position in höchster Not abgeblockt werden (83.), dann stand Schulz plötzlich frei vor dem Heider Kasten, doch im Duell eins gegen eins siegte der gute Heimtowart (88.). Ein Postler Treffer lag in der Luft, doch nach einem Bickhove-Schüsschen (89.) leistete sich Flüchter einen Defensivaussetzer, der den Hausherren das endgültig entscheidende 4:1 bescherte (90.). Am Donnerstag geht es nun weiter, wenn das Team von der Langen Wanne daheim auf die SG Suderwich II trifft. Allerdings muss dann auch die Leistung in Durchgang eins wieder stimmen!

Post:
Röhse – Busch, Klaus, Wintermeyer – Gringmuth (20. Bastkowski), T. Flüchter, Grüneberg, Bickhove, Dag – Winkler (40. Schulz), Palmhof

Die Zweite Mannschaft trat erst um 15 Uhr beim SV Hullern an. Ein kleiner Spielbericht wird nachgereicht.

Ü-50 Spiel der Sg Hochlar und BW-Post

Hallo zusammen, hier möchte ich über das Spiel unserer Ü-50 berichten.
Am Montag den 29.04 2013 haben wir gegen die Ü-50 der Spvgg Marl 1
gespielt und mit 3:1 gewonnen. Es war der erste Sieg gegen einen sehr gute Mannschaft wo wir sonst nur verloren haben. Aber am Montag war alles andners, unsere Mannschaft brauchte zwar eine halbzeit um sich zu finden aber dann kam Sie mit Macht. Es gab Torchanchsen auf beiden Seiten.
Doch wir haben unsere besser genutzt. Durch Tore von Bruno Löper und
zweimal Frank Staffel gewannen Wir schließlich verdient mit 3:1.
Es war wieder ein sehr Gutes Spiel unserer ü-50 Truppe und hat viel Spass gemacht. Das Wir das Spiel gewonnen haben lag an der sehr Mannschaftleistung unseres Teams die alle optimal gespielt haben.
Dafür möchte ich mich nochmals bei allen Beteiligten recht herzlich bedanken.

Glück Auf Lothar

Post zerlegt FC 96 Recklinghausen II…

…vergisst dabei jedoch das Toreschießen. Es war in der Tat ein ungewöhnliches Spiel, dass sich heute auf dem Vorplatz des Hohenhorster Stadions abspielte. Zunächst begegneten sich zwei Teams auf Augenhöhe, lieferten sich ein enges Duell mit wenigen Chancen. Dann brach das Heimteam nach dem Seitenwechsel in seiner Leistung derart extrem ein, dass das Team von der Langen Wanne sich wie der FC Bayern gefühlt haben muss: 80% Ballbesitz und Chancen ohne Ende. Wobei – und da liegt der Hund begraben – ähnelten die Blauweißen heute der van-Gaal-Version der Münchner. Viel Ballbesitz, rund um den Strafraum aktiv und ansehnlich, aber mit einer horrend-schwachen Chancenverwertung. “Wir hatten jetzt in zwei Spielen so viele Chancen wie in der gesamten Hinrunde”, bilanzierte Coach Eddy Arnts mit Galgenhumor. Markus van Dunderen hingegen spielte auf den gestrigen Tanz in den Mai an: “Vielleicht waren bei uns zu viele Spieler nüchtern, denn besoffen kann man so oft gar nicht vorbeizielen”. Siebzehn (!) zu eins Torchancen in Durchgang zwei sprechen eine deutliche Sprache, im Zweiminutentakt ging es lange Zeit vor dem Tor der Gastgeber hoch her. Post-Keeper Lukas Röhse hatte in Durchgang zwei so wenig zu tun, dass er den einzig richtig gefährlichen Konter des FC 96 beinahe vollkommen verschlafen hätte.

Im Vergleich zum Spiel gegen Wacker Süd am Sonntag baute das Trainerduo seine Elf auf drei Positionen um: Für Marcel Gringmuth rückte Norman Palmhof in die Startelf, Michael Bickhove ersetzte Laurin Grüneberg und offensiv lief der wiedergenesene Ardian Shala für Uli Fretzen von Beginn an auf. Auch taktisch wollten beide nichts anbrennen lassen angesicht der unklaren körperlichen Verfassung und ließen defensiver als jüngst agieren, was der Mannschaft lange Zeit nicht bekam. So klaffte oftmals ein dickes Loch zwischen den Postler Mannschaftsteilen und der gastgebende FC 96 wusste das zu nutzen. Bereits nach zwei Minuten hätte das Heimteam nach einer schönen Kombination in Führung gehen können, doch das Leder rutschte unten links am Postler Kasten vorbei. Das Team von der Langen Wanne wurde jedoch langsam wach und kam seinerseits zur ersten Chance. Christoph Winkler zog aus zwanzig Metern ab, sein Schuß wurde hoch abgefälscht und Dogan Dag drückte das Leder zur vermeintlichen Führung über die Linie (12.). Doch der sehr kleinlich agierende Referee entschied auf Abseits. Auf der Gegenseite machten es dann die Gastgeber besser und erzielten mit einem vermeidbaren Flachschuß das 1:0 (17.). Das Spiel verflachte nun und Post brauchte sehr lange bis zu einer Antwort, doch Shala zielte aus guter Position etwas zu hoch (34.). Als ein Akteur der Reserve des FC 96 in der 43. Minute einen klasse Schuß knapp links am Winkel vorbeidrosch war keinem Zuschauer bewusst, dass dies für lange Zeit die letzte Gelegenheit der Gastgeber sein würde. Auf der Gegenseite prüfte kurz darauf Palmhof noch einmal den gegnerischen Keeper, konnte ihn jedoch aus spitzem Winkel nicht überwinden (45.).

Was folgte war kurios: Das Heimteam war trotz der Pause mit Wiederanpfiff mausetot, konnte sich kaum noch befreien und bettelte förmlich um Gegentreffer. Dabei half natürlich, dass Arnts und van Dunderen offensiver agieren ließen und mit Grüneberg und Gringmuth für Shala und Palmhof frische Kräfte brachten. Zunächst setzte Marvin Kollwitz einen Kopfball mit zu wenig Wucht rechts am Kasten vorbei (46.), dann traf Dogan Dag nach Winkler-Vorlage den Ball nicht voll (48.). Kurz darauf setzte Bickhove eine Grüneberg-Flanke knapp über das Tor (50.), dann prüfte Winkler den 96er Keeper mit einem platzierten, aber doch zu schwachen Flachschuß (52.), bevor er einen Freistoß mit zu wenig Wucht in die Arme des Schlußmannes setzte (54.). Überhaupt schoben sich die Postler lieber den Ball in und um den Strafraum zu, als einfach mal abzuziehen. Und wenn Abschlüsse kamen, dann meist zu lasch oder unplatziert. Ein Beispiel: Dag hatte den Ball auf halbrechts in Schußposition schon genau richtig liegen, passte aber dann doch noch zum Elfmeterpunkt, wo Winkler nicht genug Druck hinter das Leder bekam (56.). Anschließend konnte Till Flüchter ein Bickhove-Zuspiel per Direktabnahme nicht flach genug auf den Kasten bringen (58.). Während einer kurzen Verschnaufpause was Chancen für Blauweiß anging, handelte sich ein Spieler der Gastgeber wegen Behinderung Röhses beim Abschlag die Gelbrote Karte ein (63.). Post schien diese Steilvorlage direkt nutzen zu wollen, doch eine herrliche Hereingabe von Dag klärte Grüneberg aus einem Meter am Tor vorbei zum Abstoß für FC 96 (66.).

Es wurde langsam ein wenig peinlich, was da so an dicken Chancen ausgelassen wurde und Coach Arnts wähnte sich schon auf einer “Karnevalsveranstaltung”, denn so etwas könne ja nicht ernst gemeint sein. Doch nachdem Kollwitz aus spitzem Winkel erneut dem gegnerischen Torwart den Ball mundgerecht serviert hatte (69.), konnte mit dem nächsten Angriff Winkler endlich per Flachschuß unten links wenigstens den Ausgleich erzielen (70.). Zwanzig Minuten blieben dem Team von der Langen Wanne, um noch den mehr als verdienten Dreier einzufahren, doch mehr als “Herzschmerzen” (O-Ton van Dunderen) beim eigenen Anhang kam dabei nicht herum. Ein Seitfallzieher des Torschützen flog harmlos am Winkel vorbei (73.), eine verunglückte Bickhove-Flanke landete an der Latte (74.) und Grüneberg traf aus elf Metern nur den Innenpfosten (75.). Es war heute einfach wie verhext, denn nach schöner Grüneberg-Hereingabe standen gleich drei Postler abseits und auch der zweite Treffer Dags wurde zurückgepfiffen (78.). Nun mussten auch die überlegenen Gäste dem Dienstagabend Tribut zollen und ermöglichten den Gastgebern ein wenig Entlastung. Doch die Chancen blieben auf blauweißer Seite – und weiterhin liegen: Bickhove köpfte zunächst über das Tor (82.), dann verzog Winkler von der Strafraumlinie links vorbei (84.). Die Zeit lief nun davon, doch mehr als ein Gewaltschuß aus 40 Metern von Gringmuth war nicht mehr drin (90.). Es kam wieder die Nachspielzeit und Arnts war sich sicher: “Wir haben jetzt zweimal einen gekriegt, heute machen wir einen!”. Doch stattdessen hatten die Blauweißen Glück, dass eine scharfe Ecke der 96er durch den Postler Strafraum keinen Abnehmer fand (92.). Mit ungenauen Zuspielen und Verzweiflungsschüssen endete schließlich das mehr als einseitige Spiel. Keine Frage, beim FC/JS Hillerheide II muss am kommenden Wochenende besser mit den eigenen Chancen umgegangen werden, um dort Zählbares zu entführen. Hier und heute war viel, viel mehr drin als ein 1:1!

Post:
Röhse – Busch, Klaus (65. Gür), Wintermeyer – Palmhof (46. Gringmuth), Bickhove, T. Flüchter, Kollwitz, Dag – Shala (46. Grüneberg), Winkler

Das Spiel der Postler Reserve bei DTSG Herten II endete zeitgleich mit 3:5 aus Postler Sicht, wobei alle Treffer nach der Pause fielen. Zunächst brachte Sven Schmülling die Postler in Führung (46.), doch die Freude währte nur kurz, denn die Gastgeber glichen nur drei Minuten später aus. Wiederum traf Schmülling für das Team von Thomas Höhn (57.), doch die Hertener legten zwei Treffer zur eigenen Führung nach (60./65.) und markierten kurz darauf das vorentscheidende 4:2 (70.). Zwar konnte Andre Schleep die Postler noch einmal heranbringen (75.), doch kurz darauf machten die Gastgeber den Deckel auf eine abwechslungsreiche Partie (80.). Am kommenden Sonntag tritt die Zweite beim SV Hullern an und hat dabei drei Punkte im Visier!

(Spielbericht und Torschützen unter Vorbehalt)

Post II:
Rittner – M. Homann, Schroer, Zimmermann – Burzynski, Schleep (80. Neumann), M. Flüchter, Fröse, Reisich, Aberle – Schmülling

Post stürzt erneut Tabellenführer: Winkler-Doppelpack bei 2:2 gegen Wacker Süd

“Fußballspiele dauern neunzig Minuten”, sagt eine alte Fußballweisheit, wohl wissend, dass dem nur selten so ist. Wäre das jedoch tatsächlich so, dann hätte die Erste Mannschaft der Spielvereinigung Blau Weiß Post in den Spielen gegen die drei Topklubs der Staffel sagenhafte sieben Punkte eingefahren. Da jedoch meistens noch etwas nachgespielt wird wurden es am Ende “nur” vier Zähler. Nur, weil im Dezember noch keiner für möglich gehalten hätte, dass die verunsicherte Post-Elf nur wenige Monate später wieder auf Augenhöhe mit den Spitzenteams der Kreisliga B agieren würde. Heute war sogar mehr drin als das 2:2-Unentschieden, dass der Spitzenreiter sich in letzter Sekunde erzwang. Viel mehr sogar angesichts des Chancenübergewichts, doch Coach Eddy Arnts bleibt auf dem Teppich: “Wenn wir heute hier den Tabellenführer 4:1 abgestraft hätten, dann wäre das doch Wahnsinn gewesen. Soweit sind wir noch nicht, dazu fehlt noch Erfahrung und individuelle Leistungsfähigkeit, auch einiges an Cleverness, um die dicken Chancen auch zu nutzen. Aber wir sind wieder bei der Musik und das macht mir viel Vorfreude auf die nächste Saison!”. So konnte der Coach sogar dem ärgerlichen Last-Minute-2:2 der Süder einiges an Positivem abgewinnen und sah “viele Ansätze für die weitere Arbeit, die uns noch weiter nach vorne bringen werden. Wir sind noch nicht so weit, aber daran werden wir arbeiten.”

Den besseren Start erwischten zunächst die Gäste aus dem Recklinghäuser Süden, doch zwei gute Freistoßgelegenheiten blieben ungenutzt (2./4.). Mit der ersten eigenen Chance ging Blauweiß dann direkt in Führung. Christoph Winkler, nach leichter Zerrung wieder fit, lief parallel zum Strafraum, zog ab und traf unhaltbar unten rechts mit einem trockenen Flachschuß zur frühen Postler Führung (6.). Wacker zeigte sich geschockt und biss sich nun ein ums andere mal in der guten Post-Defensive um Libero Christoph Wintermeyer fest. Chancen erarbeiteten sich beide Teams nur wenige, neutralisierten sich über weite Strecken der ersten Halbzeit. In der 27. Minute hatte unsere Erste nach einem schönen Paß in die Tiefe die dicke Chance, auf 2:0 zu stellen. Winkler und Laurin Grüneberg liefen zu zweit frei auf den Gästekeeper zu, Stürmer Winkler verzichtete auf den Querpass und legte den Ball am Schlußmann vorbei, der jedoch im letzten Augenblick das Leder am Kasten vorbeilenken konnte. Mit dem Pausenpfiff bestraften die bei Standards starken Süder das Auslassen dieser tausendprozentigen Gelegenheit und gingen nach einem schönen und unhaltbaren direkten Freistoßtreffer mit einem etwas schmeichelhaften Remis in die Kabine (45.).

Nach der Pause prüfte zunächst Till Flüchter mit einer etwas zu laschen Direktabnahme den gegnerischen Torwart (51.), dann hieß es auf Postler Seite tief durchatmen, als ein gefährlicher Schuß gerade noch so abgefälscht werden konnte, dass er das Tor knapp verfehlte (54.). Kurz darauf gelang die erneute Führung für die gut spielenden Blauweißen: Dogan Dag bekam den Ball auf links wunderbar in den Fuß gespielt, machte ein paar Meter an der Linie und schickte dann den eingewechselten und wieder halbwegs fitten Ardian Shala in den freien Raum. Dieser nahm das Leder an und passte dann mustergültig in die Mitte, wo erneut Winkler platziert unten rechts abschließen konnte – 2:1 (59.). Kurz darauf hatte Shala selbst eine große Gelegenheit, traf den Ball von halbrechts aber nicht voll (60.). Wacker war aus dem Spiel heraus kaum gefährlich, lediglich ein lockeres Schüßchen der Süder musste Lukas Röhse im Postler Kasten parieren (66.). Anschließend nahmen sich die Gäste durch Unbeherrschtheiten selbst aus dem Spiel: Zunächst sah ein bereits verwarnter Gästespieler wegen Reklamierens Gelbrot und konnte nur mit Mühe vom starken Schiedsrichter Timm Lehnert aus Dorsten ferngehalten werden (72.), der in diesem Moment an Spielabbruch dachte, wie er hinterher berichtete.

Doch es ging weiter an der Langen Wanne und dem Spitzenreiter fiel nicht viel ein. Nach einer versuchten Tätlichkeit musste ein weiterer Wacker-Akteur mit Rot zum Duschen (82.). Arnts reagierte mit mehr Defensive und brachte Norman Palmhof für den ausgepumpten Uli Fretzen und Taner Gür für den noch nicht ganz fitten Doppeltorschützen Winkler. Doch die Postler spielten ihre Kontergelegenheiten nicht aus und vergaben beste Chancen zum entscheidenden 3:1. Vor allem Grüneberg verzog freistehend mit aller Zeit der Welt rechts oben am Kasten vorbei (88.). Wacker drückte und kompensierte die Unterzahl mit Willen und Kampf. Dafür wurde der Spitzenreiter dann in der Nachspielzeit mit dem Ausgleich belohnt, der logischerweise frenetisch gefeiert wurde und noch ganz wichtig für die Süder werden kann. Zunächst klatschte ein platzierter Schlenzer an die Postler Latte, dann konnte ein Angreifer den Abpraller per Kopf über die Linie bugsieren (91.). Innerhalb von einem Augenblick wurde aus einem hervorragenden Sieg gegen den Tabellenführer ein enttäuschendes Remis gegen neun Süder Akteure. “Wichtig war, dass uns das unglückliche 0:1 gegen GW Erkenschwick II vom letzten Wochenende nicht aus der Spur gebracht hat. Wie mein Team damit umgegangen ist, das macht mich stolz!”, bilanzierte Arnts mit einem deutlich weniger weinenden als lachenden Auge. Am Mittwoch soll dann gegen FC 96 Recklinghausen II nachgelegt werden. “Mal schauen, wer dann weniger vom Tanz in den Mai geschwächt ist”, nahm Arnts jedoch gleich den Druck von seinem Team. Wichtiger ist das Gastspiel am Sonntag beim Tabellenvierten FC/JS Hillerheide II, wo die gute Form erneut demonstriert werden soll.

Post:
Röhse – Busch, Klaus, Wintermeyer – Gringmuth, Fretzen (75. Palmhof), T. Flüchter, Kollwitz (46. Shala), Dag, Grüneberg – Winkler (82. Gür)

Die heute spielfreie Zweite Mannschaft gastierte am vergangenen Dienstag zum Nachholspiel beim Tabellennachbarn Germania Lenkerbeck II und konnte das Duell der beiden Kellerkinder für sich entscheiden. Bereits im ersten Durchgang nutzte Max Diekhöfer zwei der vielen guten Torgelegenheiten der Elf von Thomas Höhn und Sven Schmülling zur 2:0 Führung, die jedoch nach dem Seitenwechsel durch den Anschlußtreffer der Marler kurzzeitig etwas in Gefahr geriet. Doch am Ende wanderten erneut drei Punkte auf das Konto der Reserve, die da hoffentlich diesmal auch bleiben. Am Mittwoch bekommt es unsere Reserve als Gast mit der DTSG Herten II zu tun.

Post II:
Rittner – M. Homann, Lünenbürger, Feller – Schulz, Gür, M. Flüchter (76. Zimmermann), Rafail (46. Kirschberg), Aberle, Reisich – Diekhöfer

94. Minute: Last-Minute-KO bei GW Erkenschwick II

Es gibt Niederlagen, es gibt bittere Niederlagen – und es gibt Niederlagen, die ordentlich auf’s Gemüt schlagen. So eine erlebte unsere Erste Mannschaft gestern bei GW Erkenschwick II, als das Team von Eddy Arnts und Markus van Dunderen um den Lohn ihres kämpferischen und engagierten Auftritts gebracht wurde. Zum einen vom eigentlich sehr guten Schiedsrichter, zum anderen von einem dicken Aussetzer in der wahrlich letztmöglichen Spielsituation. Statt der Sicherung eines weiteren Überraschungspunktes gab es einen bitteren Nackenschlag, den unsere Erste bis zum Gastspiel von Spitzenreiter Wacker Süd Recklinghausen am kommenden Sonntag nun verdauen muss. Aber, seien wir ehrlich: Der moralische Sieger trug gestern Blauweiß, denn der Favorit hatte lange Zeit große Mühe mit uns, selbst in Überzahl.

Das Trainerduo Arnts und van Dunderen veränderte das Team im Vergleich zu Donnerstag lediglich auf einer Position, denn Christoph Winkler musste wegen einer leichten Zerrung – erlitten beim PSV-Spiel vor zwei Wochen – beim Warmmachen passen. Für ihn rückte Uli Fretzen in die Mannschaft, Dogan Dag agierte weiter vorne als zuletzt, da auch Angreifer Ardian Shala weiter mit Rückenbeschwerden ausfällt. Beide Teams hielten sich nicht lange mit Abtasten auf, sondern agierten nach vorne. Es entwickelte sich eine sehr abwechslungsreiche Partie auf Augenhöhe, vor allem die erste halbe Stunde hatte es in sich, als beide Mannschaften kleinere und mittlere Chancen austauschten (GWE: 1./8./26. – Post: 2./7./13./25.). Dabei waren die Gastgeber gefühlt immer einen Tick näher am Postler Kasten von Lukas Röhse, besonders der schussgewaltige Libero der Grünweißen brachte mit seinen Distanzschüssen und Freistössen immer Feuer vor das Postler Tor. So auch kurz vor der Pause, als sein Vierzig-Meter-Hammer nur knapp vorbeiging (37.). Mit einem verdienten 0:0 in einem offenen Schlagabtausch ging es in die Kabine.

Zur zweiten Halbzeit stellten die Postler um auf eine defensivere Grundausrichtung mit Christoph Wintermeyer und Marcel Gringmuth als Doppelabsicherung hinter der vielbeinigen Abwehr. Das Ziel war klar, denn Grünweiß musste unbedingt gewinnen, um seine Aufstiegsambitionen zu wahren und das würde zwangsläufig Raum für Konter liefern, notfalls “in der 90. Minute”, wie Arnts betonte. Doch wieder brauchten beide Teams keine Aufwärmphase bei schönem Wetter am Nussbaumweg und kämpften mit offenem Visier (GWE: 46./49./56. – Post: 46./58./67.), so dass es auch zunehmend hektischer wurde. Das Chancenplus lag nun leicht bei den Gastgebern, die auch mit einem weiteren Hammer ihres Abwehrchefs die beste Gelegenheit in der ersten Hälfte der zweiten Halbzeit hatten (60.). Massgeblich aus dem Tritt brachte die Postler Taktikbemühungen dann eine Ampelkarte für Laurin Grüneberg, der kurz nach Gelb bei einer kleinen Rangelei samt Schauspieleinlage des GWE-10ers einen Ball nicht mehr mit der Brust erwischte, sondern mit dem Oberarm. Dies bewertete der ansonsten richtig gute Schiri als Absicht und gab trotz aller Beschwichtigungsversuche Gelbrot (68.).

Während Post nun ohne echte Spitze agieren musste, setzten die Gastgeber voll auf Offensive, zogen ihren Libero nach vorne und brachten mit Gökhan Kuruel einen Joker mit eingebauter Torgarantie (70.). Doch wirklich in den Strafraum hinein kamen die Hausherren weiterhin so gut wie nie und suchten ihr Glück aus der Distanz (74./ 78./ 80.), doch die Serie von Röhse hielt weiter. Post agierte bei seinen wenigen Entlastungsangriffen zu ungenau, lediglich eine leicht verunglückte Flanke von Marvin Kollwitz zwang GWE-Keeper Tobias Beckbauer noch einmal zu einer Rettungsaktion (82.). Die Zeit tickte langsam herunter, die reguläre Spieldauer war irgendwann dann doch beendet, aber der Schiedsrichter wollte mehr und zeigte vier Minuten Nachspielzeit an. Es kam, wie es so oft kommt: Je weiter oben man in der Tabelle steht, umso mehr Glück hat man letztlich. Die Gastgeber brauchten die 94. Minute – einen Kopfball auf’s lange Eck nach einem Eckstoß, bei dem Röhse nicht unbedingt gut aussah – um dann doch noch den wichtigen Dreier im Aufstiegsrennen zu sichern. Post warf nochmal alles nach vorne, bekam sogar noch eine Chance, doch Kollwitz’ Kopfball war zu schwach, um noch für den Ausgleich zu sorgen (95.).

Doch Moral und Einsatz stimmten, so dass den Verantwortlichen und Spielern nicht Angst und Bange werden dürfte, wenn es am Sonntag daheim gegen Wacker Süd geht. “Spielen wir das Ding zu elft zu Ende, dann verlieren wir hier nicht.”, ärgerte sich Arnts nach dem Spiel zwar noch über den Platzverweis, doch insgeheim teilte er sicher die Meinung vieler Zuschauer: Das war ein richtig guter Auftritt der Postler am gestrigen Sonntag! Da passt es ins Bild, dass das komplette Trainerteam den Blauweißen nun auch offiziell in der kommenden Saison weiter zur Verfügung stehen und auf Spielen wie in den vergangenen Wochen aufbauen wird. Wir freuen uns drauf! Übrigens: 478 Minuten lang war Blauweiß ohne Gegentor – da muss eine neue Serie her. :-)

Post:
Röhse – Busch, Klaus, Wintermeyer – Gringmuth, Bickhove (50. Schleep), Fretzen, T. Flüchter, Grüneberg, Kollwitz – Dag (88. Hamarat)

Die Zweite Mannschaft verlor ihr Gastspiel bei FC 96 Recklinghausen mit 0:4. Da beide Teams zeitgleich an verschiedenen Orten spielten kann ich leider keinen Spielbericht bieten. Für die Reserve von der Langen Wanne geht es bereits am Dienstag weiter, wenn bei Germania Lenkerbeck II das Kellerduell der Staffel ansteht.

Post II:
Rittner – Bastkowski, Kreppel, Palmhof – Elsterkamp (20. Schroer), Höhn (30. M. Homann), Schulz, Rafail, Aberle, M. Flüchter (55. Feller) – Schmülling

Arnts-Express rollt: Dritter 1:0-Sieg in Folge, 384 Minuten ohne Gegentor

Eigentlich war das Kreisliga-B-Nachholspiel am gestrigen Abend an der Langen Wanne gegen Teutonia SuS Waltrop III ein ziemlich müder Kick mit wenigen Torchancen. Doch gibt es viele kleine Geschichten rund um das Spiel. Da ist zum einen Post-Kapitän Christoph Wintermeyer, der sich drei Punkte zu seinem Geburtstag gewünscht hatte und es sich dann nicht nehmen ließ, höchstpersönlich mit seinem vierten Saisontor den fünften Dreier in den vergangenen sechs Spielen einzufahren. Dann ist da auch Post-Keeper Lukas Röhse, der sich immernoch keine neuen Handschuhe für sein mittlerweile doch ziemlich schrottiges Paar zulegen braucht, denn: “Solange ich damit zu null spiele kommen keine neuen ins Haus!”. Wo er Recht hat, denn sein letztes Gegentor fing er sich vor bald einen Monat bei Preußen Hochlarmark II. Seit nunmehr 384 Minuten steht die Null beim Team von der Langen Wanne! Was uns zum Trainerduo führt. Eddy Arnts scheint die richtigen Hebel angesetzt zu haben: Mehr Fitness hier, neue Position da, etwas Taktik dort, klare Anweisung hier – und schon gewinnt die Mannschaft auch die knappen Spiele, die in der Hinrunde allesamt verloren gegangen waren. Markus van Dunderen brachte es auf den Punkt: “Wenn es läuft, dann läuft’s!”.

Gestern jedenfalls fiel nicht nur wegen der Geburtstagsfeier eine ganze Menge Druck von der Mannschaft ab, denn ein geteilter achter Platz ist nach sechzehn Punkten aus sechs Spielen mittlerweile erreicht, das von Arnts bei Amtsantritt formulierte Ziel mit Platz sechs mittlerweile greifbar. “Als ich das damals gesagt habe, da hat mir doch hier keiner zugehört!”, flachste Arnts beim kühlen Blonden nach dem Spiel, wo ein Großteil der Mannschaft auch unter der Woche eine ganze Weile ausharrte und sogar das Auto stehen ließ. Teamspirit, noch so ein Grund für den Lauf. Etwas, das zwei Jahre lang kaum noch vorhanden war an der Langen Wanne. Mittlerweile sickert auch durch, dass die Zusammenarbeit zwischen Trainerduo und Blau Weiß Post nicht im Sommer endet: Alle Zeichen stehen auf Vertragsverlängerung! Warum auch nicht, wenn es so klasse läuft? Arnts jedenfalls plant schon erste Neuzugänge: “Wir wollen nur zwei erfahrene Spieler holen, ansonsten den eingeschlagenen Weg weitergehen. Es hat zwar etwas länger gedauert als ich anfangs dachte, doch die Mannschaft hat noch viel Potential.”

Im Vergleich zur Vorwoche konnte Arnts zwar nicht aus dem vollen schöpfen, doch mit Christoph Winkler und Michael Bickhove rückten zwei erfahrene Spieler für die abwesenden Uli Fretzen und Norman Palmhof in die Mannschaft. Gerade Bickhove entwickelt sich immer mehr zum Allrounder, denn mit der Rolle im defensiven Mittelfeld am gestrigen Abend fehlt eigentlich nur noch eine Partie als Torwart, dann hat er alles durch in dieser Spielzeit. Aber da macht Röhse derzeit sicher nicht mit! Post begann überlegen und wurde nach einem Foul an Dogan Dag mit einem berechtigten Elfmeter auf die Siegerstraße geschickt. Geburtstagskind Wintermeyer ließ dem Gästekeeper keine Chance und brachte Blauweiß mit 1:0 in Führung (13.). Die Partie spielte sich in der Folge fast nur zwischen den Strafräumen ab, wo beide Teams nur zu kleinen Chancen kamen. Teutonia wurde gegen Ende des Durchgangs dann besser, doch ein gefährlicher Freistoß ging als beste Chance doch ein, zwei Meter am Postler Kasten vorbei (42.).

Nach der Pause war Post dann wieder überlegen, doch ohne wirklich zwingende Gelegenheiten. Einzig Laurin Grüneberg setzte ein Ausrufezeichen, doch sein gefährlicher Aufsetzer klatschte an den Außenpfosten des Teutonia-Tores (66.). Oft verhinderte zu viel Klein-Klein auch bessere Chancen, wurde zu spät abgespielt oder zu früh und unüberlegt abgeschlossen. Damit machte man die Gäste wieder stark, die in der letzten Viertelstunde dann deutlich den Druck erhöhten. Post spielte nun die wenigen Konter nicht konsequent zu Ende, die immer wieder links über Till Flüchter und Marvin Kollwitz eingeleitet wurden. In der 84. Minute schoben sich drei Postler sogar gegen einen Teutonen und den Torwart den Ball solange hin und her bis der abgekämpfte Kollwitz nach einem Siebzigmetersprint nachgerückt war und die Verantwortung für einen Torabschluß Marke Minikickerrollbombe übernahm. Auch Flüchter brachte nach einem schönen Doppelpaß mit Dag von der Sechzehnerlinie eher eine Rückgabe zustande, als endlich das Spiel zu entscheiden (90.). Aber zum Glück waren die Gäste zu harmlos, um die ausgelassenen Postler Chancen zu bestrafen.

Am kommenden Sonntag geht es nun zum Tabellendritten GW Erkenschwick II, das aktuell beste Team der Rückrunde. Und die Grünweißen haben sicher Blut geleckt, denn die beiden Spitzenreiter Wacker Süd und Westfalia Langenbochum wackeln ein wenig. Doch der Respekt vor unserem Team dürfte gewachsen sein, denn als viertbestes Team der Rückrunde kommt die Truppe von Arnts und van Dunderen sicher nicht zum Abschenken an den Nussbaumweg! Vor allem personell sieht es gut aus bei den Postlern: Alle Mann an Bord!

Post:
Röhse – Busch, Klaus, Wintermeyer – Gringmuth, T. Flüchter, Bickhove, Grüneberg, Kollwitz, Dag – Winkler (46. Hamarat)

Post-Reserve glänzt im Nachholspiel – 4:0 gegen Henrichenburg

Zuletzt hatten Thomas Höhn und Sven Schmülling wenig Grund zum jubeln. Zwar konnte die Zweite Mannschaft vor etwas mehr als Wochenfrist im Derby gegen die Reserve der PSV drei Punkte einfahren, doch stand dort vertetungsweise Eddy Arnts an der Linie. Das Trainerduo der Zweiten wurde jedoch gestern versöhnt, und das nachdrücklich! Nach dem Spiel waren sowohl Höhn (“Das beste Spiel seit ich Trainer dieser Mannschaft bin!”) als auch Schmülling (“Endlich scheint der Knoten geplatzt!”) voll des Lobes über ihr Team, das in der Vergangenheit schon so manche verbale Schlagseite durch sein Trainergespann erhalten hat. Es geht also auch ohne Eddy, was das Bauchgrummeln der beiden Verantwortlichen gelindert haben dürfte! Am Ende glänzten vor allem zwei Spieler in einem starken Kollektiv mit wenig Fehlern, das lediglich in der Chancenverwertung weiter Defizite aufwies: Vierfachtorschütze Marvin Kollwitz, dem Arnts vor dem PSV-Spiel so richtig Feuer unter dem Hintern gemacht hat und der sich in dieser Form auf ein dauerhaftes Comeback in der Ersten einstellen kann, und Max Diekhöfer, dessen Lauf- und Kampfbereitschaft diesmal durch das Trainerduo besonders hervorgehoben wurde (“So stark habe ich ihn noch nie gesehen!” bzw. “Bester Mann auf dem Platz!”).

Sportlich hatte unsere Zweite den Gegner TuS Henrichenburg III, in der Tabelle neun Punkte vor unserem Team auf dem zwölften Platz, von Beginn an im Griff und ließ so gut wie garnichts zu. Lediglich einmal in Durchgang eins musste Post-Keeper Björn Rittner zupacken, ansonsten spielte Blauweiß konsequent in der Defensive und wurde immer wieder gefährlich, vor allem über die linke Seite, die Marvin Kollwitz und Niklas Lünenbürger besetzten. Trotz guter Chancen dauerte es bis zur 21. Minute bis der Führungstreffer fiel. Kollwitz wurde halblinks von Kapitän Christoph Aberle schön angespielt und sein strammer Linksschuß schlug unhaltbar im langen Eck ein. Weitere Gelegenheiten folgten bis zur Pause, die beste verpasste Diekhöfer mit einem Lupfer knapp über das Tor (36.). Es wurde schnell klar, dass ein zweiter Treffer her musste und dass sich das Auslassen einer Reihe von Möglichkeiten rächen könnte.

Doch auch nach dem Pausentee blieben beste Chancen ungenutzt, so scheiterte Diekhöfer gleich zweimal knapp aus bester Lage im Strafraum (47./49.). Es wurde ein Geduldspiel, denn auch die Gäste aus Henrichenburg beschlossen, die drei Punkte nicht so einfach herzugeben und begannen, Rittner doch noch zu beschäftigen. Der zweite Treffer wurde immer wichtiger, doch auch der für den durch das linkslastige Spiel etwas blassen Reisich eingewechselte Tolga Hamarat konnte das Leder nicht im Kasten unterbringen (65.). Doch kurz darauf wurde das Postler Lager erlöst als Kollwitz mit einem langen Ball auf die Reise geschickt wurde und frei vorm gegnerischen Keeper keine Schwierigkeiten mit dem 2:0 hatte (69.). Aus dem guten Spiel wurde eine kleine Gala, die blauweiße Reserve spielte immer besser. Zunächst traf Hamarat aus spitzem Winkel die Latte (74.), dann setzte sich Diekhöfer auf links nach einem langen Ball wunderbar durch, umspielte den herauseilenden Gästekeeper und passte uneigennützig zu Kollwitz, der sich sogar noch den Luxus erlauben konnte, Doppelpass mit dem Pfosten zu spielen, bevor das 3:0 unter Dach und Fach war (79.). In der 83. Minute machte er dann seinen Hattrick perfekt, als er den Ball von halblinks locker ins lange Eck schob – ein Treffer, den man nur macht, wenn das Selbstvertrauen stimmt. Und davon hat unsere Zweite gestern jede Menge sammeln können!

Post II:
Rittner – T. Neumann (55. Elsterkamp), Kreppel, Schnitzler (68. Fröse) – Gür, Lünenbürger, Burzynski, Reisich (46. Hamarat), Kollwitz, Aberle – Diekhöfer